Friedrich-Schiller-Aussicht in Altenburg

Hier, gegenüber vom Altenburger Schloss, befindet sich ein Denkmal für den berühmten Deutschen Friedrich Schiller (1759 - 1805).

Seit 1782 in Thüringen lebend, hielt sich Schiller mehrere Jahre in Weimar und Jena auf. Wie von ihm bekannt ist, reiste er gerne durch die Gegend und kam dabei sicherlich auch an diesen schönen Ort.

Das Residenzschloss auf der einen Seite....

...und die Stadt im Tal, so schöpfte vielleicht schon der Dichter selbst neue Lebensenergie.
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Bahnhof Altenburg - früher und heute

Bahnhof Altenburg um 1930

Nach Jahren des Zerfalls ist das Empfangsgebäude ab 1990 ordentlich herausgeputzt worden.

Im Wartesaal mit seinem herrlichen Kronleuchter fühlt man sich fast wie in einem Wohnzimmer.

Leider bedeutete die Sanierung auch den Verlust des Bahnpostamts und einiger altvertrauter Bahnsteige...

 ...oder des Stellwerks mit der charakteristischen Aufschrift.

Durch den Einbau eines Lifts kam die Bahn 2010 den Bedürfnissen älterer und behinderter Menschen entgegen.

Februar 2017

Im Gebäude gibt es einen personenbedienten Fahrkartenverkauf. Altenburg ist mit der Bahn gut angebunden an Städte wie Gera, Erfurt, Zwickau, Halle, Leipzig oder den Flughafen.
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Groitzsch

Geschichte

Die ältesten Funde im Stadtgebiet reichen bis auf 5500 v. Chr. zurück. Ausgrabungen belegen eine hohe Siedlungsdichte im Neolithikum. Im fruchtbaren Schwemmland von Elster und Pleiße fanden die germanischen Bewohner ideale Lebensbedingungen. Im 7. Jahrhundert dehnen sich die Sorben vom Osten bis zur Saale aus.
 
Groitzscher Markt

1039 wurde Groitzsch in der Pegauer Chronik erstmals erwähnt. In dieser Zeit hatte sich bereits eine Ansiedlung gebildet, die unter dem Schutz eines Burgherrn stand und vom Handel lebte. Im Jahre 1214 erhielt Groitzsch das Stadtrecht. Adelige Familien aus Thüringen, Hessen und dem Fränkischen Reich gründeten zahlreiche Gutshöfe in der Leipziger Umgebung.

Arkadenhaus

Seit dem ausgehenden Mittelalter blühte in Groitzsch das Schusterhandwerk. Die Handwerker schlossen sich in Zünften zusammen und fuhren zur Leipziger Messe, um ihre Waren feilzubieten. 1513 zerstörte ein Brand die alte Stadt und die Kirche Sankt Aegydius. 1612 und 1626 verstarb gut die Hälfte der Bewohner von Groitzsch als Folge der Pest. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgte ein rascher Aufschwung. Die Stadt gelangte in Besitz der Freiherren von Schwendendorff, welche die Geschicke bis 1817 lenkten.

Postamt

Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt großzügig erweitert. 1874 erhielt Groitzsch einen Anschluss an das Eisenbahnnetz über die Strecke Gaschwitz - Meuselwitz. Eine Fliegerbombe zerstörte 1945 den Groitzscher Bahnhof. Am 14. April marschierten amerikanische Truppen ein, den 30. Juni wurde die Stadt von der Sowjetarmee besetzt. Während DDR-Zeiten verlor Groitzsch einen Großteil seines Umlandes an den Braunkohleabbau. 1989 konnte die Stadt ihr 950jähriges Jubiläum feiern. 1996 wurde aus den Gemeinden Groitzsch, Auligk, Audigast, Berndorf und Großstolpen ein neues Stadtgebiet gebildet.

Wasserturm

Sehenswürdigkeiten

Wahrzeichen der Stadt ist der 1904 erbaute Wasserturm. Die 45 Meter hohe Stahlkonstruktion wird bis heute genutzt. In seinem Obergeschoss gibt es eine Aussichtsplattform, die zu besonderen Gelegenheiten geöffnet wird.

Am Groitzscher Marktplatz stehen sich das Rathaus und der Traditionsgaststätte Weißes Roß gegenüber. Auf dem Turmplatz findet sich ein Rest der um 1300 erbauten Stadtkirche Sankt Aegydius. Nachdem das Kirchenschiff abgebrochen wurde, diente der Turm einige Zeit lang als Gefängnis. Heute residiert hier der Geschichtsverein mit seinem Heimatmuseum, welches sich mit Turm und Stadtgeschichte, aber auch der Wiprechtsburg befasst.

Sankt Aegydius

Hinter dem Turm kommt man zur Stadtmühle am Schnaudermühlgraben. Die Ersterwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das heutige Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und 1930 nach einem Brand neu errichtet. 1985 ging die Mühle außer Betrieb und wurde um das Jahr 2000 von der Stadt modernisiert. Auf über 100 Quadratmetern finden auf zwei Etagen wechselnde Ausstellungen statt. Am westlichen Rande des Stadtkerns steht schließlich die Frauenkirche. Sie ist ebenfalls romanischen Ursprungs und mehrfach renoviert.

Stadtmühle Groitzsch

Wiprechtsburg

Auf einer Anhöhe stand vor langer Zeit die Burg des Grafen Wiprecht. Der Adelige kam um 1070 aus der Altmark nach Groitzsch und legte den Grundstein zu einer Festung, die über fünfzig Jahre lang sein Zuhause sein sollte. Wiprecht war Ahnherr der berühmten Wettiner Linie und damit der europäischen Königshäuser. Auf Tafeln können sich die Besucher über die Geschichte des Ortes informieren. Von der Burg sind nach mehrfachen Eingriffen nur noch spärliche Reste zu sehen. 1936 wurden sie als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Regional bedeutend ist das Flursteinlapidarium mit einer Sammlung von etwa 40 Flur- und Grenzsteinen, die teils aus abgebaggerten Orten der Umgebung stammen.

Ruinen der Wiprechtsburg

Rundturm

Groitzscher Weinberg

Flursteinlapidarium

Stimmungsbild mit Ausflugslokal

Kirchen

Groitzsch hat ein vielfältiges Kirchenleben und mehrere Kirchengemeinden. Die meisten Glaubensangehörigen sind Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche. Die Stadt bildet mit Pödelwitz und Audigast sowie der ehemaligen Pfarrei für Auligk, Gatzen und Michelwitz eine Gesamtgemeinde.

Dorfkirche Audigast

Der Ortsteil Hohendorf gehört zum Kirchspiel Regis-Breitingen. Die Katholiken besuchen die Gottesdienste der Kirche St. Hedwig in Pegau und der Heilig-Geist-Gemeinde in Zwenkau. Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) ist in Groitzsch vertreten. Sie unterhält zudem eine Familienforscherstelle am Markt. Hier können interessierte Ahnenforscher Mikrofilme mit genealogischen Dokumenten anschauen, die sie vorher über die Internetseite bestellt haben.

Frauenkirche

Die Hauptkirche der Stadt ist die evangelisch-lutherische Frauenkirche. Sie ist ursprünglich romanischen Ursprungs und wurde Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut. Bis 2007 erfolgte die Sanierung des gesamten Dachstuhls und Innenraumes. Auf dem von hohen Bäumen umrahmten Friedhof befindet sich das Grab des Groitzscher Ortschronisten Albin Jahn.

Außerhalb

Zwischen Groitzsch und der Grenze zu Sachsen-Anhalt liegen die Auen der Weißen Elster und das Naturschutzgebiet Pfarrholz. Die 154 m ü. NN. hohe Erhebung Dreilindenberg bei Wischstauden bietet eine gute Aussicht. Durch ein Netz an Wander- und Radwegen wird die Umgebung zunehmend besser erschlossen.

Naturschutzgebiet Pfarrholz im Winter

Hier sind Ausflüge in die Nachbarstadt Pegau und die bäuerlich geprägte Landschaft zwischen Groitzsch, Zeitz und Lucka möglich. Bei Hohendorf befindet sich ein geologischer Lehrpfad und der Pfad des Baumes, der zum 171 m ü. NN. hoch gelegenen Geyersberg führt. Auch Tagebau-Aussichtspunkte wie der bei Deutzen oder im Revierpark Profen bieten einen guten Rundumblick.

Das kleine Dorf Maltitz befindet sich in der Nähe von Lucka. In südwestlicher Richtung liegt das Dreiländereck von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Es ist durch den Dreiherrenstein markiert. An diesem Ort gibt es einen modernen Windpark. Im Jahre 2013 tauschten die drei Regierungen nach vorheriger Absprache Land aus, und die Grenzziehung veränderte sich leicht.

Dreiherrenstein bei Maltitz

Badefreunde kommen am Großstolpener See auf ihre Kosten. Weitere zum Sächsischen Seenland gehörende Gewässer sind der Haselbacher See, das Speicherbecken Borna und der Werbener See. Eine Reihe an Tagebauen haben sich zu abwechslungsreichen Naherholungsgebieten entwickelt. Erwähnenswert ist hier besonders der Zwenkauer See mit seiner Hafenanlage und guter Gastronomie.
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