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Einkaufszentrum Höfe am Brühl in Leipzig

04109 Leipzig, Brühl 1

Das Einkaufszentrum zwischen Tröndlinring und Brühl wurde 2012 eröffnet. Name und Gestaltung sollen an die einstigen Bürgerhäuser mit ihren Innenhöfen erinnern. Um diesen zu gedenken, ist das Einkaufszentrum in vier Höfe eingeteilt: Drey-Schwanen-Hof, Schönkopfscher Hof/Goethehof, Plauenscher Hof und Lattermanns Hof. Über 120 Geschäfte, Cafés und Restaurants lassen so gut wie keine Wünsche offen. Im Parkhaus stehen 820 Parkplätze zur Verfügung. Der Hauptbahnhof ist nur wenige Gehminuten entfernt und Straßenbahn- und Bushaltestellen liegen vor der Haustür. 

Die Höfe vom Tröndlinring her

Entstanden ist das Shoppingerlebnis auf einem Baugrund, der seit dem Mittelalter besiedelt war. Nach dem Abriss mehrerer Wohnhäuser aus DDR-Zeiten wurden umfangreiche archäologische Untersuchungen angestellt. Im Jahre 2010 wurde das als Blechbüchse bekannte Konsument-Warenhaus am Richard-Wagner-Platz abgerissen. Einzig die Metallverkleidung bewahrte man auf und brachte diese später wieder am Neubau an.

 Die Blechbüchse

Neben der Blechbüchse stand bis 1886 das Geburtshaus des berühmten Leipziger Komponisten Richard Wagner. Er kam hier am 22. Mai 1813 als Sohn von Carl Friedrich Wilhelm Wagner und Johanna Rosina Pätz zur Welt. Die aus Weißenfels stammenden Eltern wohnten damals im Gasthaus "Roter und weißer Löwe". Wagner begründete die Bayreuther Festspiele und schrieb die Oper "Parsifal". Sein Schwerpunkt lag bei monumentaler Klassik mit Bezug zu den Sagengestalten des deutschsprachigen Kulturkreises. Am 13. Februar 1883 starb Richard Wagner in Venedig.

Alter Standort des Richard-Wagner-Hauses

Trotz der Gelegenheit, 2010 eine Rekonstruktion durchzuführen, entschied man sich für den Bau eines herkömmlichen Geschäftshauses. Darauf ist lediglich eine schemenhafte fotografische Abbildung von Richard Wagners Geburtshaus zu sehen. Eine an der Blechbüchse angebrachte Plakette weist auf den Erinnerungsort hin. Das kommerzielle Angebot in den Höfen am Brühl ist freilich breit gestreut: Deutsche und internationale Marken, Elektronik, Bücher und Medien, Sportfachgeschäfte, Drogerien, Lebensmittel und vieles mehr.

Ehemalige Plauensche Straße

Bis zum Krieg verband die Plauensche Straße den Brühl mit der Richard-Wagner-Straße. Ihren Namen hatte sie vom Plauenschen Hof, einem Gasthaus, das bevorzugt von vogtländischen Gästen besucht wurde. Es befand sich in diesem Bild auf der rechten Seite. Links daneben stand der Schönkopfsche Hof, der dem Weinhändler Christian Gottlieb Schönkopf (1716-1791) gehörte. Goethe kehrte gerne in seinem Gasthof ein und erwähnt ihn auch in seinen Memoiren. Ein Grund, weshalb das Gebäude verschiedentlich als Goethehof bezeichnet wird.

Schnellrestaurant am ehemaligen Plauenschen Hof

Am Plauenschen Hof wurden, wie am Richard-Wagner-Haus, Abbildungen der früheren Bebauung angebracht. In gastronomischer Hinsicht ist heute wieder einiges geboten. Sei es für den kleinen Hunger zwischendurch, Kaffeekränzchen am Nachmittag oder das warme Menü für jeden Geschmack. Vom Tüteneis zum Mitnehmen, Kuchen und Torten beim Bäcker, Pommes und Burger bis zu asiatischem Essen und italienischer Pasta und Pizza, hier muss niemand mit hungrigem Magen nach Hause gehen.

Eingang zu Lattermanns Hof

An der Ecke Brühl / Am Hallischen Tor liegt Lattermanns Hof. In diesem Bereich findet man einen Lebensmittelmarkt, Drogerien, Mode und Schuhgeschäfte und gastronomische Betriebe. Im gesamten Einkaufszentrum gibt es Multimediastelen, die eine rasche Orientierung und die Suche nach Fahrplänen ermöglichen. An der Kundeninformation werden Besucher in mehreren Sprachen bedient. Für Kinder ist eine Spielfläche und ein Kinderkino vorhanden. Für Familien und Frauen stehen speziell ausgewiesene Parkplätze zur Verfügung.


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