Suchfeld

Zwenkauer See

Zwischen Zwenkau und Leipzig lag früher ein riesiger Braunkohletagebau. In ihm verschwanden die Verbindungsstraße nach Markkleeberg und Leipzig, die Eisenbahnlinie und nicht zuletzt große Teile des Erholungsgebietes Harth und die Dörfer Eythra und Bösdorf. Nach der Stilllegung entschloss man sich zur Flutung des Restlochs. So kam es zum Entstehen des Zwenkauer Sees, der mit über 900 Hektar eines der größten Gewässer im mitteldeutschen Seenland ist.

Kap Zwenkau mit Bergbauausstellung

Am Kap Zwenkau befindet sich ein Restaurant und Café mit einer Ausstellung zum Thema Braunkohleabbau. Von einem Hafen können Besucher mit dem Schiff Santa Barbara zu Rundfahrten starten. Am Nordufer ist der Freizeitpark Belantis zu finden. Am Südufer wurde ein Gedenkstein für das abgebaggerte Dorf Eythra aufgestellt. Wanderwege und Radwege gibt es mittlerweile rund um das Ufer. Aber die Natur wird noch sehr lange brauchen, sich von dem jahrelangen Raubbau zu erholen.

Zwenkauer See im August 2012

Von Zwenkau kann man zum Cospudener See laufen oder radeln, und von dort aus weiter nach Leipzig oder zum Markkleeberger See. Immer wieder ergeben sich neue Aussichten auf die ehemalige Grube, die sich langsam mit Wasser gefüllt hat. Auch wenn der Uferbereich noch nicht vollständig rekultiviert ist, so kann man ständig Fortschritte feststellen. In absehbarer Zeit wird es zwischen dem Cospudener und dem Zwenkauer See einen schiffbaren Kanal geben.

Am Hafen

An der Kreuzung Ortseinfahrt Zitzschen / B 186 befindet sich ein Wanderparkplatz, der gut mit dem Auto zu erreichen ist. Dem Besucher bietet sich ein Panorama über einen Großteil der Breite und Länge des Zwenkauer Sees. Der Aussichtspunkt verfügt über Informationstafeln zum Tagebau, eine Ruhemöglichkeit und eine kleine Ausstellung mit Baggerschaufeln.

 Aussichtspunkt Zitzschen im Jahr 2009

Beliebte Beiträge