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Meuschendorf


In der Umgebung von Heuersdorf, das 2008/09 zerstört und abgebaggert wurde, lag bis zum 15. Jahrhundert der Ort Meuschendorf. Er gehörte zu einer Burg und später zum Amt Borna. Meuschendorf wurde 1105 erstmals als „villa“ in den Pegauer Annalen bezeichnet. Bei Meuschendorf verlief vor Jahrmillionen ein Urlauf der Pleiße. Im Untergrund fand man ausgedehnte Schotterstreifen.

Die schöne Gegend zwischen Schleenhain und Ramsdorf. Etwa hier lagen die Fluren von Meuschendorf.

1121 wird hier ein „Muschinstorf“ als „Dorf mit angrenzendem Wald“ erwähnt, das vom Bischof Dietrich von Naumburg dem Benediktinerkloster Posa (Bosau) bei Zeitz zum Besitz überschrieben wird. 1145 tauschte das Kloster den Ort Meuschendorf zusammen mit Nitzschendorf und Piegel wieder ein. Otto von Rothowe, heute Rötha, erhielt sie gegen den Ort Golben bei Zeitz. Meuschendorf gehörte kirchlich zu Breunsdorf, und wurde noch 1424 als „Moschendorf“ erwähnt. Im Jahre 1430 wurde Altenburg von aus Böhmen stammenden Hussiten überfallen. Die Kriege dauerten mehrere Jahre, und in deren Verlauf wurde auch Meuschendorf zerstört.

Blick in den Tagebau zur ehemaligen Ortslage

1590 wird Meuschendorf als Wüstung genannt. Um 1800 nutzte man die in der Nähe von Breunsdorf gelegenen Maschendorfer Felder. 1863 umfasste die Grundfläche der Wüstung 12 Hufen was 12 bäuerlichen Besitzungen entspricht, und war zwischen Ramsdorf und Schleenhain aufgeteilt. 1986 wurde die Gemarkung vom Tagebau Schleenhain abgebaggert und später teilweise rekultiviert. Breunsdorf wurde 1994 ebenfalls abgebaggert, bis auf wenige Häuser entlang der Bahnstrecke.

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