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Die Thomaskirche

04109 Leipzig, Thomaskirchhof

Die Leipziger Thomaskirche ist ein evangelisch-lutherisches Gotteshaus und lädt Besucher aus nah und fern zum Beten und Verweilen ein.

Ihre Geschichte geht auf einen Vorgängerbau zurück, der aus dem Mittelalter stammt und im 13. Jahrhundert in den Rang einer Klosterkirche St. Thomas aufstieg. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Thomanerchors und der Thomasschule. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche zum großen Teil neu aufgebaut und vom Bischof von Merseburg geweiht. Im Verlauf der Reformation predigte Dr. Martin Luther in der Thomaskirche.

Die Thomaskirche

1723 siedelte der Komponist Johann Sebastian Bach Kantor nach Leipzig über. Er kam mit seiner Ehefrau Anna Magdalena, die er 1721 in Köthen geheiratet hatte. Bach übernahm die Stelle des Thomaskantors, wobei er für die Leitung des Thomanerchors und die Wahl der Musik in den vier Leipziger Kirchen zuständig war. An der Thomasschule unterrichtete er das Fach Latein. Obwohl er ursprünglich aus dem entfernten Eisenach stammte, war Bach ein angesehener Mann in Leipzig. Die meisten seiner Kinder mit Anna Magdalena kamen in Leipzig zur Welt. Bach starb am 28. Juli 1750.

Gewölbe im Inneren der Kirche

Über Jahrhunderte war die Thomaskirche eine der bedeutendsten Kirchen von ganz Sachsen, bekannt auch durch ihre Kirchenkunst und die sorgsam ausgesuchten Orgeln. Neben ihr nahm auch die Nikolaikirche eine wichtige Stellung im Leben der Stadt ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sarkophag mit Bachs Gebeinen in der Thomaskirche beigesetzt. Er kann bis heute, neben einer kleinen Ausstellung zur Kirche und zum Leben Bachs, an diesem Ort besichtigt werden. Das Bachdenkmal, vor der Kirche befindlich, ist eine beliebte Sehenswürdigkeit und Anziehungspunkt für Stadtführungen und Touristen.

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