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Sehenswürdigkeiten in Pegau

Am Markt steht das sehenswerte Rathaus mit seinem charakteristischen Turm. Es wurde Mitte des 16. Jahrhunderts nach Plänen von Hieronymus Lotter im Stil der Renaissance erbaut. Derselbe Baumeister entwarf auch das Leipziger Rathaus. Im Stil sind die beiden Gebäude recht ähnlich. Das Rathaus zu Pegau ist mehrfach verändert worden. Hier befanden sich früher die Ratsstube, der Saal, der Ratsweinkeller, das Spritzenhaus und das Gefängnis.

Das Rathaus

Zahlreiche Umbauten veränderten im 19. Jahrhundert die Raumaufteilung völlig. Daran erinnert noch die Aufschrift: „Im Jahre des Wettin - Jubiläums 1889 - erneuert“. Die Portale tragen jeweils das Pegauer und das Große Kursächsische Wappen. Weitere figürliche Darstellungen, Porträts sowie der markante Doppeleingang unter dem Turm machen das Gebäude unverwechselbar. Im Dachgeschoss befindet sich zudem das Heimatmuseum. Es bietet einen Überblick der Stadtgeschichte von den Eiszeitfunden bis zur neuen Volkskunde. Darüber hinaus kann auch der Turm besichtigt werden.

Sankt Laurentius

Der Kirchplatz ist neben dem Markt, mit dem er über eine Gasse verbunden ist, einer der zentralen Plätze in Pegau. An ihm befinden sich mehrere historische Gebäude der Kleinstadt. In der Mitte die dreischiffige romanische Hallenkirche Sankt Laurentius mit einer sakralen Ausstattung aus dem späten Mittelalter. Die zweite Sehenswürdigkeit ist das Napoleonhaus, in dem im Mai 1813 Napoleon und im Oktober des gleichen Jahres Zar Alexander I. übernachteten. Rund um den Platz finden sich noch weitere Bürgerhäuser aus den vergangenen Jahrhunderten.

Das Volkshaus

Die Pfarrei seitlich des Platzes ist ebenso sehenswert wie das Volkshaus, das in einer Nebengasse liegt und dessen Ursprünge bis in das Jahr 1560 zurückreichen. Das war ungefähr die Zeit, in der das katholische Kloster aufgrund der Reformation aufgelöst wurde. Bis heute haben sich davon Schriften erhalten, die im Leipziger Staatsarchiv lagern. Auf den Grundmauern des Klosters wurde später das Kursächsische Amt mit einer Residenz des Herzogs erbaut. Nach dem Abriss zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude als Amtsgericht neu aufgebaut. Mittlerweile dient es zu Wohnzwecken. Hinter dem Gebäude befindet sich der ehemalige Klostergarten mit Resten der alten Stadtmauer, einem Wehrturm und einem Teich.

Eingang zur ehemaligen Klosteranlage

Die Stadtkirche Sankt Laurentius wurde Ende des 12. Jahrhunderts als dreischiffige, romanische Basilika erbaut. Ende des 14. Jahrhunderts wurde sie durch einen Stadtbrand zerstört. Von dem alten Bau ist noch der untere Teil des Turmes erhalten. Die gotische Hallenkirche entstand im 15. Jahrhundert, der erste Teil wurde im Jahre 1408 eingeweiht. Im Dreißigjährigen Krieg abermals zerstört, wurde die Kirche danach mit barocken Elementen ergänzt. Der Altar stammt von Pegauer Handwerkern. Im Südturm befindet sich das Grabmal des Grafen Wiprecht von Groitzsch.

Grabmal von Wiprecht

In der Umgebung des Bahnhofs steht der Wasserturm von 1906. Die Jahreszahl ist über dem Eingang angebracht. Sein Architekt Otto Enke verlieh ihm die Form eines Burgturmes von Nürnberg. Dieser entwarf auch den Turmhelm mit der goldenen Kuppel bei der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig. In Pegau richten sich Ausführung und Gestaltung ganz nach dem Stil der Gründerzeit. Rund um den Wasserturm entstand in den letzten Jahren ein neues Baugebiet.

Im Vergleich:
Turm der Nürnberger Burg - Wasserturm Pegau


An der Eulauer Straße beeindruckt das alte efeubewachsene Fachwerkanwesen der Obermühle. Der Straße folgend, gelangt man nach Elstertrebnitz, das längste Straßendorf der Region. Es ist aus mehreren Siedlungen zusammengewachsen und noch sehr ländlich geprägt. Eine große Anzahl alter Hofanlagen und Fachwerkhäuser gehören zu seinen Eigenheiten.

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