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Großstolpen

Das östlich von Groitzsch gelegene Dorf bestand ursprünglich aus Kleinstolpen und Großstolpen. Es kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Kirchlich gehörte es stets zu Pödelwitz. Die Bewohner hatten von der Landwirtschaft ein gutes Auskommen. Die Schnauder versorgte sie mit Wasser. Noch heute sieht man im Ort viele historische Bauerngüter.

 Dorfplatz in Großstolpen

Seit 1909 hatte Großstolpen einen Bahnhof an der Strecke Neukieritzsch-Groitzsch-Pegau. Damit war es verhältnismäßig gut angebunden, denn die Menschen konnten jetzt schnell auch in die Großstadt Leipzig und an weiter entfernte Ziele gelangen. Während der DDR-Zeit wurden die familiär geführten Bauernhöfe zu LPGs zusammengeschlossen. Darüber hinaus siedelte sich ein fleischverarbeitender Betrieb an.

 Ehemaliger Bahnübergang mit Gasthof

Nachdem Großstolpen im Laufe der Jahre einige Dörfer der Umgebung eingemeindet hatte, übernahm die Stadt Groitzsch 1996 die Amtsgeschäfte. 1997 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke eingestellt, seither wird Großstolpen nur noch durch einen Bus bedient, der aber nicht sonntags fährt. Per Auto ist der Ort über die B176 erreichbar.

 Maibaum

Ausgestorben ist Großstolpen heute keineswegs. Es gibt ein kulturelles Dorfleben, zu dem auch das Aufstellen des Maibaums gehört. An der Bundesstraße befindet sich ein beliebtes Eiscafé, wo sich nicht nur Menschen aus dem Ort, sondern auch viele Groitzscher und Ausflügler treffen. Nicht zuletzt kommen besonders in den Sommermonaten die Besucher von weither, um im Großstolpener See zu baden, sich zu sonnen oder in der Gegend spazierenzugehen.

 Großstolpener See

Ehemalige Bahnstrecke nach Neukieritzsch mit Bahnhof

Radweg von Pegau nach Borna

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