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Geschichte von Pegau

Die Stadt Pegau ist das Zentrum eines alten Amtes und liegt im Elsterland zwischen Leipzig und Zeitz. Im Kernort und umliegenden Dörfern wohnen nur 6300 Menschen. Doch bieten sich auf den knapp 50 Quadratkilometern abwechslungsreiche Impressionen.

Pegau

Pegau war im Mittelalter der Sitz eines Klosters. Dessen Chronisten ist es zu verdanken, dass sich viel lokale Geschichte in die heutige Zeit retten konnte. Mit der Reformation wurde das Kloster aufgelöst, und doch blieb die politische und gerichtliche Bedeutung von Pegau erhalten. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen starken Aufschwung, bis im Dreißigjährigen Krieg zahlreiche Einwohner ihr Leben verloren. Ausgelöst durch Seuchen, starb in ganzen Familien ein Mitglied nach dem anderen weg.

Die Pfarrei

Danach blühte das Handwerk mit Hilfe der Zünfte auf. Bis zum 19. Jahrhundert arbeiteten große Teile der Bevölkerung arbeiteten als Schuhmacher, Schneider, Leinweber, Lohgerber, Zimmerer, Seiler und in weiteren Berufen. Natürlich gab es auch Kaufmänner, Buchhalter und Advokaten in den besseren Berufen. Eine Tätigkeit schloss nicht aus, nebenbei noch im Ratskollegium zu sitzen oder Stadtverordneter zu sein. Menschen aus anderen Orten, meist aus dem näheren Umkreis, siedelten sich hier an. Es wurde unterschieden zwischen kürzlich ansässig gewordenen, Schutzverwandten - die meist schon mehrere Jahre in der Stadt wohnten, und Bürgern, denen besondere Rechte zuteil wurden.

Das Napoleonhaus

Im Zuge der Industrialisierung wurden auch Fabriken gebaut und neue Einwohner angelockt. Um 1871 hatte Pegau 4470 Einwohner, das sind mehr, als es heute ohne seine Ortsteile hat. Die im 20. Jahrhundert aufkommende Kohleförderung durch den Tagebau kostete Pegau viel Lebensqualität. Große Teile des Umlandes verschwanden, Nachbardörfer wurden abgebaggert, Schmutz und Lärm beeinträchtigten den Alltag. Immer noch ist der westlich gelegene Tagebau Profen in Betrieb. Doch es gibt auch Lichtblicke, wie die Sanierung von Altbauten und die Verbesserung der Infrastruktur. Dazu zählen auch das Anlegen neuer Rad- und Wanderwege sowie die Schaffung touristischer Angebote.

Stadtbach

Nach vorangegangenen Eingemeindungen von Nachbardörfern im Laufe des 20. Jahrhunderts, nämlich Carsdorf, der Stöntzscher Flur und schließlich Wiederau, entschloss sich die Gemeinde Kitzen, zum 1. Januar 2012 der Stadt Pegau beizutreten. Damit vergrößerte sich das Gebiet bis zur A38, und um etliche weitere Dörfer, die bereits zu Kitzen gehörten. Diese sind: Eisdorf, Großschkorlopp, Hohenlohe, Kleinschkorlopp, Löben, Maschwitz, Peißen, Scheidens, Seegel, Sittel, Thesau und Werben.

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