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Dreiherrenstein Maltitz

Rund acht Kilometer südlich von Groitzsch treffen beim Ortsteil Maltitz die Landesgrenzen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufeinander. Die Gegend ist bäuerlich, aber auch durch langjährigen Tagebau geprägt. Die anliegenden Gemeinden auf der anderen Seite sind Elsteraue und Lucka. 2007 wurde vor dem Gelände der Glaswerke Maltitz, am Verbindungssträßchen nach Langendorf, ein neuer Dreiherrenstein aufgestellt.

 Der Dreiherrenstein im Mai 2009

Hier begegnen sich die Grenzen von Mitteldeutschland. Einem Gebiet, das von Salzwedel bis Sonneberg und von Eisenach bis Görlitz jeweils bis an die 400 Kilometer reicht. Darin lebten Germanen, Slawen und Kelten, sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Stämme. Auch die Römer hinterließen in Thüringen ihre Spuren. Schon früher trugen die Grafschaften und Herzogtümer oft den Beinamen „Sachsen“, wie Sachsen-Altenburg oder Sachsen-Coburg-Gotha.

Grenze zu Sachsen-Anhalt am Sträßchen nach Langendorf

Da steckt nicht nur Geschichte drin. Seit dem Ende der DDR arbeiten die drei Länder wieder eng zusammen, ob in der Bildung, im Beruf oder im öffentlichen Bereich. Daher handelt es sich beim Dreiherrenstein um einen Ort von hoher kultureller und touristischer Bedeutung. Im Juli 2013 war der Zugang jedoch nicht mehr möglich. Das Gelände war abgesperrt, der Stein rundherum von Gras zugewachsen.

 Der Stein im Juli 2013

Im Rahmen einer Neuordnung wollen die Länder mehrere Hektar ihres Gebietes tauschen, um hier einen Gewerbepark anlegen zu können. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich seit Jahren schon ein Windpark.

 Thüringen/Sachsen

 Sachsen/Sachsen-Anhalt

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