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Auligk

Am 1. Januar 1994 schloss sich Auligk mit den Gemeinden Audigast, Berndorf und Großstolpen zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen. Diese Orte wurden im Jahr 1996 von der Stadt Groitzsch eingemeindet. Bis zum Jahr 2009 war Auligk Sitz einer eigenen Pfarrei. Seitdem erledigt das Pfarramt Groitzsch die Kirchengeschäfte.

Ortsdurchfahrt mit Fachwerkhäusern

Geografie

Auligk liegt unmittelbar an der Grenze zu Sachsen-Anhalt zwischen Groitzsch und Zeitz, unweit der Weißen Elster. Die nächsten Orte sind Kleinprießligk und Michelwitz, die beide ebenfalls zu Groitzsch gehören. Richtung Süden schließt sich dagegen das zur Gemeinde Elsteraue gehörende Minkwitz an.
Auf den fruchtbaren Böden rund um Auligk wird schon lange Ackerbau betrieben. Sehr große Felder und Wiesen beherrschen diese Gegend. Die Gegend ist geprägt von den flachen Landschaftsformen, wie sie in der Norddeutschen Tiefebene vorherrschend sind. Hier geht die Ebene allmählich zur Mittelgebirgsschwelle über, was man an leichten Anhöhen in der Umgebung bemerkt.

Idyllische Dorfgasse

Geschichte


Den Menschen, die hier in früheren Jahrhunderten wohnten, bot die Gegend ein gutes Auskommen. Dementsprechend arbeiteten viele über Generationen in der Landwirtschaft. Neben kleinen Betrieben gab es große Rittergüter. Man verstand sich nicht einfach nur als "Bauer", sondern als "Ökonom". Es war nicht unüblich, noch einen zweiten Beruf auszuüben, wie etwa den des Wollkämmerers. Wenn sich einer also eine Schafherde hielt, konnte er die Wolle gleich zum Verspinnen vorbereiten, und musste dabei nicht unbedingt einer Zunft angehören. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung nahm auch die Zahl von denen zu, die handwerkliche Berufe ausübten. Manche zog es wegen der Arbeit in fernere Gegenden, wie zum Beispiel als Schlosser ins Vogtland.

Rittergut Unterhof mit Dorfkirche

Sehenswürdigkeiten

Auligk hat drei zum Teil noch bewirtschaftete Rittergüter. Der Oberhof hat die Nummern 2 und 16. Das Gutshaus wurde um die Jahrtausendwende abgerissen, erhalten sind noch die Nebengebäude. Der Unterhof hat die Nummer 31, sein restauriertes Fachwerk ist von der Seitenstraße aus sehr gut zu sehen. An der Abzweigung nach Michelwitz steht ein mittelalterliches Steinkreuz, unweit davon befindet sich ein Wappenstein.

Rittergut Oberhof

Die Dorfkirche

wurde Anfang des 12. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Hier befindet sich auch das Pfarrhaus der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Auligk-Michelwitz-Gatzen. Der heutige Altarraum ist der älteste Teil der Kirche. Das Kruzifix ist aus dem Jahre 1500. Der Altar wurde noch im Dreißigjährigen Krieg von der Familie von Ponickau gestiftet. Sie ist in der Kirche begraben. Außer den einheimischen Auligker Bewohnern wurden hier auch Menschen der umliegenden Orte getauft, getraut und verabschiedet. Darunter auch die, welche mittlerweile zu Sachsen-Anhalt gehören.

 Dorfkirche in Auligk

Ein ländliches Idyll in Sachsen

Auligk wirkt gemütlich, bisweilen auch verschlafen. Reist man mit dem Auto an, parkt man am besten bei der Kirche und kann von hier rund um den Ort spazieren. Nächstgelegen zur Kirche, fällt in einer gepflasterten Gasse gleich ein lang gestrecktes und gepflegtes Fachwerkgebäude auf. Im ganzen Ort finden sich viele Fachwerkhäuser, wie sie typisch für diese Gegend sind. Manche Häuser wirken verlassen, aber trotz der Beschaulichkeit hat man nicht den Eindruck, dass hier kein Dorfleben stattfindet. In den Gärten blühen die Blumen, und am Ortseingang aus Richtung Minkwitz empfängt den Besucher das Schild mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen in Auligk Sachsen“. Es scheint, als wären die Bewohner sehr bemüht, ihr Dorf immer schöner zu machen.

Fachwerkbauernhof gegenüber der Kirche

Auligk und seine Umgebung

Ulrike von Levetzow (1804-1899), die letzte Liebe Goethes, wurde nicht weit entfernt, im Ort Löbnitz geboren, wo sich auch ein ihr zu Ehren geweihtes Bodendenkmal befindet. Ihre Taufe fand in der Gatzener Kirche statt. Zu den nur wenig südlich gelegenen Dörfern Minkwitz, Traupitz und Könderitz bestanden schon früher gute Beziehungen. Obwohl in Sachsen-Anhalt gelegen und damit preußisch, waren die Einwohner schon im 16. Jahrhundert nach Auligk eingepfarrt. Dies unterstreicht die Bedeutung der örtlichen Kirche. Die Gegend bietet gute Möglichkeiten für ausgedehnte Rad- und Wandertouren. Die Städte Groitzsch, Pegau oder Zeitz können gut erreicht werden und empfehlen sich für eine Besichtigung.

 Blick hinüber nach Minkwitz in Sachsen-Anhalt

Anbindung

Die Bundesstraße 2 Richtung Leipzig und Zeitz ist bei Reuden in etwa 7 Kilometern Entfernung erreichbar, zur Bundesstraße 176 Richtung Borna sind es ebenfalls 7 Kilometer. Von und nach Groitzsch gibt es eine Busverbindung. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Pegau oder Zeitz.

Abzweig nach Michelwitz mit Steinkreuz

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