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Kahnsdorf

Welche Veränderungen die Leipziger Tagebaulandschaft nehmen würde, hätte man kurz nach der Wende nicht für möglich gehalten. Zwei der neuen Gewässer sind der Kahnsdorfer und Hainer See. Hier kann beobachtet werden, wie sich das Wasser seinen Lebensraum erobert und damit eine neue Natur bildet. Im Zentrum liegt Kahnsdorf mit seinen Ortsteilen Pürsten und Zöpen. Früher fast komplett von Tagebaulöchern umgeben, sieht die Zukunft für das hübsche Dorf nun wieder viel besser aus.

Kahnsdorf

Die alten Häuser, gepflegte Straßenzüge, eine gemütliche Kirche und ein Herrenhaus. Heute herrscht wieder eine angenehme Atmosphäre in Kahnsdorf. Dazu tragen auch die Konzeptionen für den Tourismus im Leipziger Neuseenland bei. Es gibt wieder eine Infrastruktur mit Rad- und Wanderwegen. Die Ausflügler kommen gerne und bummeln auf der Uferpromenade am Hainer See entlang. Dort herrscht rege Bauaktivität. Direkt am Wasser, der so genannten „Lagune“, entstanden moderne Stelzenhäuser, die teils über eine eigene Anlegestelle verfügen.

 Hainer See

Am Rande von Kahnsdorf steht das schlossartige Herrenhaus. Es ist von einem Garten umgeben, und nur ein schmaler Grünstreifen trennt es vom See. Das Hauptgebäude präsentiert sich heute wieder in einem restaurierten Zustand. Ländliche Häuser, Gehöfte und Fachwerk prägen das Dorf. Das geistliche Zentrum ist die evangelische St. Laurentiuskirche. Sie war früher die Pfarrkirche von Zöpen und der umliegenden Orte, die heute zu Kahnsdorf zusammengewachsen sind.

 St. Laurentius

Noch mehr ist für die Zukunft geplant: Ferienwohnungen sind im Entstehen, der Uferbereich wird renaturiert und Freizeitzwecken zugeführt. Im Osten des Hainer Sees schließt sich das Haubitzer Becken an, ein ebenfalls geflutetes Tagebauloch. Der Pleiße-Radweg führt westlich an Kahnsdorf vorbei. Von diesem gibt es einen Abzweig, und über eine lange Kastanienallee kommt man direkt hierher.

 Fachwerkprunk mit Blick zur Karl-Liebknecht-Straße

Der nächste Bahnhof ist Neukieritzsch. Auch für Fußgänger ist der Weg von dort durchgängig begehbar (mit Querung der Landstraße nach Rötha), die reine Laufzeit beträgt pro Strecke etwa 45 Minuten.

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