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Industriebauten in Lindenau, Plagwitz und Schleußig

04177 Leipzig (Lindenau), 04229 Leipzig (Plagwitz) und 04229 Leipzig (Schleußig)

Die Gegend im Leipziger Westen war seit dem 19. Jahrhundert ein beliebter Standort für Fabriken aller Art. Die alten Gebäude haben sich bis heute erhalten. Besonders in Lindenau und Plagwitz trifft man auf eine vielfältige Architektur. Seit der Wende hat sich einiges getan, und die maroden Bestände wurden nach und nach saniert. So ist es heute möglich, in zu Lofts umgebauten Fabriken zu wohnen. Andere wurden zu Künstlerateliers umgestaltet.

 Buntgarnwerke

Ein Beispiel ist die Baumwollspinnerei westlich des Bahnhofs Plagwitz. Sie ist ein Ort für kreative Menschen, hier arbeiten sie und stellen ihre Werke aus. Gegenüber der Lindenauer Philippuskirche entsteht mit dem Aurelienbogen eine neue Wohnanlage in alten Gemäuern. Das Ambiente bildet der Karl-Heine-Kanal, der gemächlich der Weißen Elster zufließt. Er wird von verschiedenen Brücken aus der Gründerzeit überspannt, von denen jede einen eigenen Namen hat.

 König-Albert-Brücke mit Westwerk

An der König-Albert-Brücke gibt es das Westwerk, ein modernisiertes Industriegebäude mit Ateliers und Veranstaltungsräumen. Neben der Weißenfelser Brücke steht das Stelzenhaus, halb ins Wasser gebaut. In ihm befindet sich heute ein Restaurant mit großflächiger Verglasung und Blick auf den Kanal. Im Park gegenüber kann man noch die alten Bahnschienen sehen. An der angrenzenden Industriestraße verdient die Konsumzentrale eine besondere Beachtung. Das Gebäude wurde von Architekt Fritz Höger in den Jahren 1929 bis 1933 im Bauhausstil erbaut. Neben dem Konsum haben heute verschiedene Unternehmen wie auch die Fachschule für Sozialwesen hier ihren Sitz.

 Konsumzentrale

Sehr interessant sind die stattlichen ehemaligen Buntwerke am unteren Ende des Karl-Heine-Kanals. Selten kann man alte Industriebauten in solch guter Erhaltung betrachten. Die hier befindlichen Wohnungen tragen den Namen Elsterlofts. Eine doppelstöckige Brücke, die in das Gebäude integriert ist, verbindet die Teile zu beiden Seiten des Flusses. Der schöne Ausblick von der Industriestraße her lohnt jeden Besuch.

 Blick von der Karlbrücke aufs Veneziaquartier

Auf Schleußiger Seite kann man durch die Holbeinstraße weitergehen. Die Gründerzeitarchitektur ist auch dort beachtlich. Die Investoren haben sich Mühe gegeben, die heruntergekommenen Gebäude wieder zu sanieren. Nur wenig entfernt, überspannt die Könneritzbrücke erneut die Weiße Elster. Sie besteht aus Eisen und wurde um 1900 eingeweiht. Ein guter Ort, um einen wunderschönen Ausblick auf den harmonischen Komplex von Wasser und Wohnhäusern zu genießen.

 Auf der Könneritzbrücke

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