Breunsdorf

Das Kirchdorf wurde im Jahr 1226 erstmals erwähnt. Es lag im Amt Borna und hatte rund 500 Einwohner. Seine Gründung geht auf einen Gutsherren Bruns zurück. Benachbart befand sich das ebenfalls abgebaggerte Heuersdorf. Die Gegend ist reich an bandkeramischen Funden. Bereits unter den Germanen herrschte eine rege Siedlungsaktivität. Bei Ausgrabungen wurde unter der Kirchenschwelle das Skelett eines Pfarrers aus vorreformatischer Zeit gefunden.

Breunsdorf

1949 wurde der Tagebau Schleenhain aufgeschlossen. Trotz Protest wurden die Bewohner bis 1994 umgesiedelt und die Häuser abgerissen. Ein Schicksal, das die umliegenden Orte Droßdorf, Zöllsdorf, Käferhain und Heuersdorf teilen. Wenige Gebäude durften stehenbleiben, sie tragen noch heute den Namen des Ortes.  Knapp dahinter beginnt der Tagebau Schleenhain, dort befindet sich ein Aussichtspunkt.

Heutiges Ortsschild von Breunsdorf

Siedlungshäuser

Ehemaliger Bahnhof an der Strecke Leipzig-Altenburg

Stellwerk mit der Aufschrift "Neukieritzsch"

Gabelung zwischen Breunsdorf und Neukieritzsch

Mit stetiger Kraft wurden hier ungeheuerliche Erdmassen zu einer Mondlandschaft umgeformt.

Vom Aussichtspunkt kann man den Baggern bei der Arbeit zuschauen.

Breunsdorfhaus

Ein besonders schönes, altes Fachwerkhaus konnte der Nachwelt erhalten bleiben: Das sogenannte Breunsdorfhaus wurde abgebaut und als Teil der Hofanlage "Wassermühle" original rekonstruiert. Es steht heute im Leipziger Stadtteil Dölitz. Hier befindet sich ein Umweltzentrum. Besucher können die Anlage täglich besichtigen.

Breunsdorfhaus mit Pferdekoppel im Winter

 Breunsdorf auf einer Landkarte von Schreiber um 1750. Rot umrandet ist die Grenze des Amts Borna.
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