Bauhaus in Leipzig

Krochhochhaus – 
04109 Leipzig, Goethestraße 2

Das Krochhochhaus am Augustusplatz wurde 1927 und 1928 erbaut und war das erste Hochhaus von Leipzig. Finanziert wurde es durch den jüdischen Bankier Hans Kroch (* 1887 Leipzig + Jerusalem 1970). Ihm gehörte das Bankhaus Kroch jr. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Leipzig, welches zuvor in der Goethestraße 7, Ecke Ritterstraße ansässig war.

Krochhochhaus 1929

Er war Teilhaber der Aktiengesellschaft Braun, Grützke & Co und gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats. Neben ihm begleiteten dieses Amt noch weitere einflussreiche Persönlichkeiten, nämlich der Geheimrat Dr. Paul Bach und die Bankdirektoren Georg Kosterlitz und Oskar Meiners. Das Gebäude hat zwölf Geschosse, wobei am vorletzten eine Turmuhr angebracht ist und am obersten zwei speiende Löwen prangen. Auf dem Dach befindet sich ein Glockenwerk mit der Aufschrift Omnia vincit labor. Im Krochhochhaus, das die Anschrift Goethestraße 2 trägt, sind heute universitäre Einrichtungen und das Ägyptische Museum untergebracht.

Krochhochhaus 2008

Krochsiedlung - 
04157 Leipzig-Gohlis, Max-Liebermann-Straße / Landsberger Straße

Auf Krochs Betreiben hin wurde im Norden von Gohlis die nach ihm benannte Krochsiedlung errichtet. Diese liegt in einem Quadrat zwischen Max-Liebermann-Straße und Landsberger Straße und besteht aus mehrstöckigen Wohngebäuden. Die meisten Straßenzüge tragen die Namen von ostfriesischen Inseln, wie Wangerooger Weg oder Borkumer Weg. Alle weisen den Bauhausstil mit den charakteristischen Flachdächern auf. Für die damalige Zeit war diese Architektur geradezu revolutionär, die Räume und Inneneinrichtung entsprachen den gehobenen Ansprüchen. Die Treppenhäuser und Wintergärten sind großflächig verglast. Während der DDR-Zeit befand sich die Siedlung im Dornröschenschlaf. Heute sind die Gebäude saniert und dank der umfangreichen Begrünung ist ein angenehmes Wohnen möglich.

Krochsiedlung, Helgoländer Weg

Versöhnungskirche – 
04157 Leipzig-Gohlis, Ecke Viertelsweg / Franz-Mehring-Straße

Als Teil des Gesamtkonzeptes muss die evangelische Versöhnungskirche betrachtet werden. Sie sollte im Zentrum der neuen Wohnsiedlung stehen. Stattdessen sind die beiden Anlagen heute einen halben Kilometer voneinander entfernt. Die dazwischen liegende Fläche wird durch den Kleingartenverein Germanus genutzt. Zahlreiche Glaselemente, darunter ein überdimensionales Kreuz im Vorderbereich, sind auch für dieses Gebäude prägend. Die Kirche befindet sich in der Nachbarschaft des Gohliser Friedhofs mit einer sehenswerten Kapelle.

Versöhnungskirche in Gohlis

Rundling – 
04279 Leipzig-Lößnig, Siegfriedplatz

Nicht minder interessant ist die „Rundling“ genannte Wohnsiedlung im Leipziger Stadtteil Lößnig. Der Ort rund um die Bornaische Straße war ein sehr alter und spielte mit seiner Pfarre, der heutigen Gethsemanekirche, eine bedeutende Rolle für die Umgebung. Am Rande befanden sich vorwiegend landwirtschaftliche Nutzflächen. Darauf wurde in den Jahren 1929 / 30 die Siedlung im Stil der neuen Moderne angelegt. Die Wohnhäuser gruppieren sich um eine kreisrunde Straßenanlage und in einigen Nebenstraßen. Diese sind nach Figuren aus der Nibelungensage benannt, daher ist auch der Name „Nibelungensiedlung“ geläufig.

Der Rundling

Sie tragen die Namen Siegfriedstraße, Nibelungenring, Kriemhildstraße, Etzelstraße, Giselherstraße, Dankwartstraße und weitere mehr. In der Mitte liegt der begrünte Siegfriedplatz mit einer Anzahl von Ruhebänken. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Siedlung bombardiert. Heute sind die maroden Hinterlassenschaften beseitigt und man kann das Ensemble in einem sanierten Zustand besichtigen. Am Rande davon entstand wenig später die Gudrunsiedlung. Alle Gebäude sind in Flachdachbauweise errichtet, nur im nördlichen Abschnitt überwiegen die Eigenheime mit normalen Dächern.

Am Nibelungenring

Haus Rabe – 
04442 Zwenkau, Ebertstraße 26

Zwenkau liegt knapp 20 Kilometer südlich der Leipziger Innenstadt. Die Gegend ist geprägt durch jahrzehntelangen Bergbau. In einem der Restlöcher entsteht einer der größten Seen Mitteldeutschlands, der Zwenkauer See. Nahe dem ehemaligen Bahnhof befindet sich das Haus Rabe. Es wurde 1930 im Bauhausstil erbaut. Die Architekten waren Adolf Rading und Oskar Schlemmer. In zahlreichen Publikationen ist dieses Gebäude erwähnt und abgebildet. Bewohnt wurde es von der jüdischen Familie Rabe. In den Jahren 1995 und 1996 fand eine Sanierung statt. Das Innere weist zahlreiche Fresken, Installationen und Wandmalereien von Oskar Schlemmer auf. Das Gebäude wird heute durch Förderer des Bauhauses privat genutzt, kann jedoch von außen besichtigt werden.

Haus Rabe in Zwenkau
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Leipzig - Ägyptisches Museum Georg Steindorff

Stadtkreis: Leipzig

Straße: Goethestr. 2

PLZ, Ort: 04109 Leipzig

Internetseite: www.gko.uni-leipzig.de/aegyptisches-museum

Information: Museumsverwaltung
Tel.: (0341) 9 73 70 15
Fax: (0341) 9 73 70 29
E-Mail: aegmus (at) rz.uni-leipzig.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Für Kinder ab: 6 Jahre

Für Behinderte geeignet: Ja
Einige Räume barrierefrei

Beschreibung:

Das Ägyptische Museum Georg Steindorff befindet sich im ersten Hochhaus der Stadt Leipzig, das von dem jüdischen Bankier Hans Kroch erbaut wurde. Der Rundgang beginnt in der großen Ausstellungshalle mit Plastiken und Reliefs aus Altem und Neuem Reich, von dort geht es in ein Zwischengeschoss mit dem monumentalen Zedernsarg des Hed-Bast-iru. Im hinteren Bereich wird die Geschichte des Krochhochhauses und des Institutes für Ägyptologie vorgestellt. In einem weiteren Raum werden Scherben mit Inschriften des alten Orients aufbewahrt. Gegenüber sind Gefäße, Steinwerkzeuge und wertvolle Grabfunde zu sehen. Beachtenswert sind die Stücke aus dem unternubischen Ort Aniba.

Ein Raum ist allein der Grabausstattung des Priesters Herischef-hotep vorbehalten. Dazu gehören die Särge und dazugehörige Artefakte. Im Treppenhaus lassen sich Funde aus der griechischen und arabischen sowie Amarna-Zeit bestaunen. Weiter geht es zum Raum der Pyramide und des Totentempelkomplexes. Der Totenkult wird direkt im Anschluss daran besonders beleuchtet, hier am Beispiel von Sarg und der Mumie der Ta-dit-Wesir, darüber hinaus Beigaben und Mumienmasken. Ebenfalls auf dieser Etage ist das Magazin, eine Art Schausammlung untergebracht, die sich nicht nur an Studenten richtet. Zu den Ausstellungsstücken zählen etwa Skarabäen, Amulette und Uschebti.

Aktivitäten: Freundeskreis des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig
e. V. Öffentliche Vortragsreihe, Veranstaltungen und Sonderausstellungen

Besondere Hinweise: Museumsshop, Publikationen und Abgüsse von Ausstellungsstücken des Museums auf der Homepage erhältlich



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Kössern - Jagdhaus Kössern

Landkreis: Leipzig

Straße: Kösserner Dorfstraße 1

PLZ, Ort: 04668 Grimma - Kössern

Internetseite: www.jagdhaus-koessern.de

Information: DAS JAGDHAUS e. V.
Tel.: (034384) 73931
Fax: (034384) 73931
E-Mail: jagdhauskoessern (at) web.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja
Auf Vorbestellung, inhaltlich und zeitlich auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, gerne auch in Kostümierung, auch für Ihre Privatfeier oder Firmenveranstaltung

Für Kinder ab: 6 Jahre

Beschreibung:

Das im Stil eines großen Herrenhauses um 1709 errichtete Jagdhaus – oft auch als Jagdschloss bezeichnet - gilt als herausragendes Kleinod barocker Baukunst im Muldental.
Schon von weitem grüßt das hohe Mansarddach die Besucher.
Die straff gegliederte, reich bemalte Fassade zeigt sich in vollendeter Harmonie.
Das Foyer im Erdgeschoss wurde beidseitig von vier starken Säulen getragen, um den Ausblick in den Großen Garten zu ermöglichen.
Eine im Original erhaltene weitläufige Treppe führt in das Obergeschoss mit einem überraschend herrschaftlichen Festsaal, der von üppigem Stuck und einem großen Deckengemälde gekrönt wird. Der Ritter über dem Kamin soll ein Abbild des Bauherrn darstellen.

Aktivitäten: Verein DAS JAGDHAUS - Dorfentwicklungs- und Kulturverein Kössern / Förstgen e. V., Veranstaltungen und Konzerte mit klassischer Musik, Standesamtliche Trauung und Hochzeit im barocken Festsaal, Tanzfläche, zwei Nebenräume, großer Garten, Unterstützung bei Catering, Getränken und Musik

Besondere Hinweise: Tag des offenen Denkmals, Übernachtungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung

Alle Inhalte © Jagdhausverein Kössern e. V.
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Wurzen - Türmerwohnung St. Wenceslai

Landkreis: Leipzig

Straße: Domplatz 9

PLZ, Ort: 04808 Wurzen

Internetseite: www.tourismus-wurzen.de/inhalt/locals_details.php?id=901000195

Information: Evang. - luth. Pfarramt St. Wenceslai
Tel.: (03425) 90500
Fax: (03425) 905 042

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Aufstieg auf eigene Gefahr. Kinder nur in Begleitung Erwachsener möglich.

Für Kinder ab: 6 Jahre

Für Behinderte geeignet: Nein

Beschreibung:

Die höchste Wohnung von Wurzen

Hoch über den Dächern der Stadt Wurzen ist mit Hilfe der Wurzener Bürger ein Kleinod wiedererstanden: Die Wohnung des Türmers der Stadtkirche. Steigen Sie hinauf !

Nach 160 Stufen wird Ihre Mühe belohnt mit einem Rundgang durch Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum des Türmers und einem wunderschönen Blick über das Muldental.

Die Türmerwohnung wurde in der Vergangenheit im Auftrag der Stadtoberen eingerichtet. Bis zum Jahr 1911 lebten und arbeiteten die Türmer mit ihren Familien in der höchstgelegenen Wohnung Wurzens. Die letzte Türmerfamilie hatte sechs Kinder !

In mühevoller Kleinarbeit mit Spenden vieler Wurzener wurde die Türmerwohnung fast in den originalgetreuen Zustand versetzt.

Besondere Hinweise: Die Kirche St. Wenceslai wurde 961 erstmals urkundlich genannt. Der heutige spätgotische Hallenbau stammt vom Beginn des 16. Jahrhunderts, 1581 wurde in einem Wurzener Begräbnisbuch ein Türmer erwähnt. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg folgte danach der Wiederaufbau mit teils barocken Elementen.

















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Mutzschen - Stadtmuseum

Landkreis: Leipzig

Straße: Straße der Jugend 7

PLZ, Ort: 04688 Mutzschen / Sachsen

Internetseite: -

Information: Stadtverwaltung Mutzschen
Tel.: (034385) 8070
oder Kulturbetrieb Grimma
Tel.: (03437) 98 58 285

Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung

Führungen: Ja

Für Kinder ab:
6 Jahre

Beschreibung:

Das Stadtmuseum Mutzschen wurde 1999 feierlich eröffnet. Es befindet sich im Torwärterhaus der barocken Schlossanlage und besteht aus zwei größeren Räumen, einem kleinen Raum und dem Eingangsbereich. Zur Ausstellung gehören Dokumente und Gegenstände ab der Ur- und Frühgeschichte bis zum Bauern- und Handwerkertum und interessante Exponate rund um die Stadtgeschichte. Themen sind etwa die Ausgrabungen, die Ackerbürgerstadt und Mutzschener Zigarrenmacher.



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Thallwitz - Sägemühle

Landkreis: Leipzig

Straße: Mühlenstraße 32

PLZ, Ort: 04808 Thallwitz

Internetseite: www.gemeinde-thallwitz.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=77571

Information: Heimatverein Thallwitz e.V.
Mühlenstraße 32
04808 Thallwitz
Tel.: (03425) 923320

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Für Kinder ab:
3 Jahre

Für Behinderte geeignet: Ja
Teilweise - Außenbereich

Beschreibung:

Die erstmalige Erwähnung der Schneidemühle ist im Jahre 1790 erfolgt. Die also mehr 200 Jahre alte Produktionsanlage ist noch weitgehend original erhalten und verdient alle Aufmerksamkeit – zumal sie noch voll funktionstüchtig ist und auch genutzt wird. Unübersehbar – das waagerechte Sägegatter, dass deutlich an eine Scheitsäge, wie sie die Zimmerleute in früheren Zeiten benutzten, erinnert.

Angetrieben durch eine lange hölzerne Pleuelstange, Kurbeltrieb und Schwungscheibe und einen langen ledernen Treibriemen, der in dunkler Tiefe unter die Anlage führt und mit oft lautem Klatschen davon kündet, dass sich hier etwas bewegt. Der Schlitten, auf dem die Stämme befestigt und dem Sägeblatt entgegen geführt werden, besteht im Wesentlichen noch aus dem Holz, aus dem sein Erbauer ihn damals gefertigt hat.

Auch der Rahmen für das Sägegatter und die Winde zum Bewegen der Baumstämme sehen so alt aus wie sie sind. Aber altersschwach sind sie nicht, davon kann sich jeder Besucher überzeugen!

Unter den Dielen, denen man durchaus die Strapazen der Jahrhunderte ansieht, die man aber vertrauensvoll betreten kann, grummelt der Antrieb der gesamten Anlage. Kraftquelle ist seit dem 24. September 1999 wieder ein oberschlächtiges Wasserrad.
Wenn der Schütz am Ende des Gerinnes gezogen wird und das Wasser schäumend in die Schaufeln tobt, dann stehen bis zu ca. 10 PS Naturleistung zur Verfügung. Schätzungsweise so um die 7 t lasten dann auf den Lagerzapfen der 7,5 m langen und selbst 2,6 t schweren 8-eckigen Welle aus Eichenholz.
Die Stahllagerzapfen laufen in Lagerschalen aus Ölschiefer (Katzenstein) zuverlässig seit über 200 Jahren. Den Schmierstoff, den es braucht, liefert sich das Lager selbst, denn Öl tritt aus dem Stein.

Ein Erlebnis besondere Art ist der Blick in den Keller, in dem der Antrieb des Mühlenrades überall dahin geleitet wird, wo sich etwas drehen muss. Man taucht in ein Getriebe aus Rädern und ledernen Treibriemen, gusseisernen Zahnrädern, eins sogar noch mit hölzernen Zähnen, ein.
Staunend kann man die sinnreiche Kombination von Transmissionswellen, Übersetzungen und Kupplungen betrachten. Hochachtung vor der genialen Einfachheit, mit der auch frühere Konstrukteure technische Problem lösten – staunend auch, wie vergleichsweise leise sich dieses ganze Räderwerk bewegt.

Dass die Anlage heute überhaupt wieder und dazu noch mit Wasserkraft betrieben werden kann, ist der hartnäckigen Initiative des Heimatvereins Thallwitz e.V. und nicht zuletzt durch die Unterstützung der Gemeinde Thallwitz zu verdanken.



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Leipzig - Museum der bildenden Künste

Stadtkreis: Leipzig

Straße: Katharinenstr. 10

PLZ, Ort: 04109 Leipzig

Internetseite: www.mdbk.de

Information: Museumsverwaltung
Tel.: (0341) 216 99 0
Fax: (0341) 216 99 999
E-Mail: mdbk (at) leipzig.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja
Führungen zu Wechselausstellungen, Test your English - Führungen in englischer Sprache mit Schülern der Leipzig International School für Schüler und Erwachsene, Ich zeig‘s euch - Kinder führen Kinder

Für Behinderte geeignet: Ja

Beschreibung:  

Gemäldesammlung - Den Weg zu einer städtischen Gemäldesammlung haben engagierte Leipziger geebnet, die ihr das markante Profil einer bürgerlichen Kunstsammlung verliehen. Die Werke sind Glanzlichter eines seit 1837 vor allem durch wertvolle Schenkungen rasch auf über 3000 Werke angewachsenen Gemäldebestandes, der in seiner Gesamtheit ein individuelles Bild der 600-jährigen Kunstentwicklung in Europa zeichnet.

Graphische Sammlung - Als 1848 das Städtische Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, gehörten zu den rund 100 Kunstwerken, die dem Rat der Stadt Leipzig vom Kunstverein übereignet worden waren, auch 41 Zeichnungen und Aquarelle zeitgenössischer Künstler sowie eine kleine Sammlung älterer Kupferstiche und Holzschnitte. Niemand ahnte damals, daß sich aus diesen bescheidenen Anfängen eine Sammlung entwickeln sollte, deren Bestand inzwischen auf rund 55 000 Zeichnungen und graphische Blätter angewachsen ist.

Skulpturensammlung - Der Ursprung der Skulpturensammlung lag in einer seit 1848 zusammengetragenen Sammlung von Gipsabgüssen berühmter Werke der Antike und der Renaissance sowie von zeitgenössischen Modellgipsen und Skulpturen. 1912 wurde dieser Altbestand aufgelöst und zu einer zeitgemäßen Skulpturensammlung umgestaltet. Mit über 800 plastischen Werken verfügt das Museum der bildenden Künste heute nach Berlin und Dresden über die drittgrößte Skulpturensammlung in Ostdeutschland. Zu diesem Bestand kommt noch eine rund 400 Stücke umfassende Medaillen- und Plakettensammlung hinzu, bestehend aus Arbeiten deutscher und französischer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts.

Kunstwissenschaftliche Präsenzbibliothek - Die kunstwissenschaftliche Bibliothek des Museums der bildenden Künste Leipzig gehört mit nahezu 100.000 Bänden zu den großen Museumsbibliotheken Deutschlands. Ihre Anfänge nahm die Bibliothek 1837 mit großzügigen Legaten Leipziger Bürger an den hier ansässigen Kunstverein, aus dem sich später auch das Museum gründete.
Die Bibliothek begleitet die Sammlungen des Museums und erwirbt internationale und regionale zeitgenössische Kunstliteratur. Schwerpunkt des Bestandes ist die Kunst- und Kulturgeschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Aktivitäten: Sonderausstellungen, Themenführungen, Kunstfenster - offene Kreativwerkstatt am Samstag, Ferienveranstaltungen, Museumsnacht, Museumspädagogische Angebote, Bibliothek

Besondere Hinweise: Vermietung von Veranstaltungsräumen, Kunstführungen


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Groitzsch - Heimatmuseum

Landkreis: Leipzig

Straße: Albin-Jahn-Gasse 2

PLZ, Ort: 04539 Groitzsch

Internetseite: www.nhv-groitzsch.de/museum.html

Information: Dietmar Schäfer
Tel.: (034296) 42867
E-Mail: kontakt (at) nhv-groitzsch.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Geeignet für Kinder: Ja

Für Behinderte geeignet: Nein

Beschreibung:

Die Ausstellungsräume des Heimatmuseums Groitzsch sind auf drei Gebäude verteilt. Dazu gehören:

- Albin-Jahn-Gasse 2: Ausstellung zur Geschichte der Stadt Groitzsch und zur Wiprechtsburg. Sonder- und Kunstausstellungen in unregelmäßigen Abständen

- Stadtturm: Der älteste Teil des Museums im Turm der ehemaligen Stadtkirche St. Aegydius. Gefängniszellen, Kirchengeschichte und eine Mineralienausstellung

- Alte Wache: Ausstellungen zum Handwerkertum und zur Industriegeschichte in der Stadt Groitzsch, Schwerpunkt Schuhhandwerk, Industrie und Druckerei

Besondere Hinweise: Köhlerhof, historischer Bauernhof im Ortsteil Brösen mit Ausstellung zu Landwirtschaftsgeräten, seltenem Taubenhaus und Möglichkeit zum Reiten



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Markranstädt - Heimatmuseum im alten Ratsgut

Landkreis: Leipzig

Straße: Hordisstraße 1

PLZ, Ort: 04420 Markranstädt

Internetseite: www.markranstaedt.de

Information: Ansprechpartnerin: Hanna Kämmer, Büro f. Stadtgeschichte, Leipziger Straße 17, 04420 Markranstädt
Tel.: (034205) 20 89 49
buero_heimatmuseum (at) arcor.de

Öffnungszeiten:
Siehe Internetseite

Führungen:
Ja

Für Kinder ab: 8 Jahre

Für Behinderte geeignet: Nein

Beschreibung:

Das Museum ist ein klassisches Heimatmuseum, das Fundstücke aus der frühen Siedlungsphase bis zu Alltagsgegenständen von heute präsentiert. Schwerpunkte werden auf die Tradition des Markranstädter Kinderfestes, den Braunkohletagebau und den Bereich Schule im Wandel der Zeit. Wechselausstellung widmen sich jährlich besonderen Themen rund um die Stadtgeschichte.



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Kursdorf

Im Zentrum der Welt – und doch verlassen

Kursdorf gehört zur Stadt Schkeuditz und liegt im Landkreis Nordsachsen. Der Ort ist der einzige, der sich komplett in einem Flughafengelände befindet. Rundherum wird er von der Autobahn A 14, der DB-Fernverkehrsstrecke mit Bahnhof und dem Leipzig/Halle Airport begrenzt.

Kursdorfer Ring, Dezember 2008

Schon seit 1927 gibt es einen Flughafen an dieser Stelle. Während der DDR-Zeit hielt sich der Betrieb in Grenzen. Doch nach der Wiedervereinigung stieg das Fluggastaufkommen, das gesamte Gelände wurde grundlegend umgebaut, neue Terminals entstanden, und im Jahre 2000 wurde nördlich der Autobahn eine Start- und Landebahn für größere Flugzeuge eingeweiht. Schließlich eröffnete das Frachtunternehmen DHL 2008 hier einen internationalen Umschlagplatz, was für den Flughafen mehr Investitionen, aber auch mehr Verkehr bedeutete.

Dorfteich mit Kirche und Schule im Hintergrund, Dezember 2008

Zu diesem Zeitpunkt waren aus dem einst mehrere hundert Einwohner zählenden Dorf schon viele weggezogen. Ständiger Lärm durch die Flugzeuge, verbunden mit dem Geruch von Kerosin in der Luft zählen nicht zu den Aspekten, die die Wohnqualität erhöhen. Verschiedentlich wurde in der Presse, Funk und Fernsehen über das Schicksal des Dorfes berichtet. Auch die Menschen, die hier lebten, meldeten sich zu Wort. Denn sie waren nicht die einzigen, die sich über den Fluglärm beschweren. Initiativen und Stimmen gegen das hohe Verkehrsaufkommen und für ein Nachtflugverbot gibt es aus dem benachbarten Leipzig und weiteren Umlandgemeinden.

Mittelalterliche Kirche mit Friedhof, Dezember 2010

Dabei war Kursdorf früher durchaus ein idyllischer Ort. Vom Flughafen fährt man auf der Glesiener Straße hinein. Gleich am Anfang sieht man den Dorfteich, der von hochgewachsenen Bäumen umgeben ist. Dahinter steht die evangelische Kirche, deren Ursprünge im Mittelalter liegen. Sie zählt zu den ältesten Gotteshäusern im Land und wurde im Jahr 1310 aus Feldsteinen erbaut. Darauf weist eine Jahreszahl am Gebäude hin. Die zweite Jahreszahl erinnert an eine Erneuerung im Jahre 1354. Neben der Kirche befinden sich ein Kriegerdenkmal und der Dorffriedhof. Die Gräber wurden in der Zwischenzeit exhumiert. Erst im Jahre 2001 wurde die Kursdorfer Kirche restauriert. Aufgrund des Wegzuges vieler Bewohner wurden Konzepte zur alternativen Nutzung entwickelt. Gottesdienste finden in der Kirche noch gelegentlich statt.

Kursdorfer Ring, Dezember 2010

Gegenüber befindet sich der Schulplatz. Über den Kursdorfer Ring lässt sich der Ort weiter erkunden. In einer Seitenstraße gab es die „Freiwillige Feuerwehr Cursdorf, gegr. 1933“. Es hatte eine intakte Infrastruktur mit Geschäften, Kleingartenverein, einer Gärtnerei, Bushaltestelle und allem was dazu gehört. Am Ende des Rings lag der romantisch-verträumte Dorfkern. Schräg gegenüber dann der Angerteich, der die Bewohner vergangener Jahrhunderte sicherlich hilfreich mit Wasser versorgte. Gleich dahinter kann man heute die Flugzeuge vorbeirollen sehen, und man blickt genau auf einen Flughafentower. Hier stand den einheimischen Freizeitkickern ein Sportplatz zur Verfügung.

Rollbahn hinter dem Sportplatz, Dezember 2008

Spaziert man nun am Angerteich vorbei wieder zum Ring und vor zur Freirodaer Straße, hat man den Ort schon fast verlassen. Auf der einen Seite hat sich bis heute noch eine Gärtnerei gehalten. Auf der anderen Seite beginnt eine Baumreihe, dahinter steht das Ortsschild und nach einer kurzen Strecke trifft man auf die Flughafenallee. Zwischen der Freirodaer Straße und der Lärmwand vom Flughafen liegt eine Kleingartenanlage. Diese trägt den passenden Namen „Erholung an der Rollbahn GbR“, wie man ihn auf einem Schild am Eingang ablesen kann. Rund um den Schkeuditzer Weg wurden die Häuser schon abgerissen.

Glesiener Straße, Dezember 2008

Zum Jahreswechsel 2010/11 hatte sich Kursdorf sehr verändert. Einige Gebäude werden als Hotel, Lager oder Werkstatt genutzt. An anderen Stellen wurden ganze Straßenzüge abgerissen oder man sah den Häusern an, dass ihnen bald dieses Schicksal blüht. Immer noch schön ist die alte Dorfpartie mit dem Teich rund um die Kirche. Auf jeden Fall wäre es zu begrüßen, wenn dieses Idyll erhalten bliebe. Erfreulich auch, dass es noch eine Gärtnerei gibt, die den Ort belebt.

Freirodaer Straße mit Gärtnerei, Dezember 2010

Teilweise erweckte ein Spaziergang durch den Ort den Eindruck, irgendwo auf dem Land zu sein. Doch dann lassen einen wieder die Geräusche der Flugzeuge aufhorchen, der Geruch von Kerosin liegt in der Luft, und vom anderen Ende kommt ein leises Rauschen von der Autobahn her. Es ist schwer einzuschätzen, wie es ist, hier zu wohnen. Früher muss es mal sehr schön gewesen sein, und es ist sehr schade, wenn jetzt alles aufgegeben wird. Das Schicksal von Kursdorf und seinen Bewohnern sollte weiterhin mit großem Interesse verfolgt werden.

Alte Schule, Dezember 2010
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Grimma - Rathausgalerie

Landkreis: Leipzig

Straße:
Markt 27

PLZ, Ort: 04668 Grimma

Internetseite: www.grimma.de/kulturbildung_museen-galerien_rathaus

Information: Tel.: (03437) 98 58 390
oder Herr Peter Schäfer: Tel.: (03437) 91 51 76
E-Mail: info (at) grimma.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Auf Anfrage möglich

Beschreibung:

Ausstellungen vorwiegend von Künstlern aus der Region; preiswertes Grafikangebot, Lithografien, Kupferstiche, Radierungen.



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Grimma - Kreismuseum Grimma

Landkreis: Leipzig

Straße: Paul-Gerhardt-Straße 43

PLZ, Ort: 04668 Grimma

Internetseite: www.museum-grimma.de

Information: Museumsverwaltung
Tel.: (03437) 911 132
Fax: (03437) 701 777

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja
Stadtführungen, Museumsführungen, themenbezogene Führungen

Für Kinder ab: 6 Jahre

Für Behinderte geeignet: Ja
Treppenstufen müssen überwunden werden. EG kann in der Regel besichtigt werden.

Beschreibung:


Das Museum befindet sich im historischen Stadtkern Grimmas. Es wurde 1901 auf Initiative des „Geschichts- und Altertumsvereins zu Grimma“ in der ehemaligen Mädchenschule der Stadt eingerichtet. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Stadtgeschichte Grimmas von den Anfängen bis zur Gegenwart, das städtische Handwerk, hier ist vor allem die umfangreiche Ofenkachelmodelsammlung aus zwei Jahrhunderten zu nennen, sowie die Geschichte der Grimmaer Fürsten- und Landesschule, welche Moritz von Sachsen 1550 im ehemaligen Klostergebäude der Augustinereremiten einrichtete. Interessant ist auch die kleine Präsentation zum Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen mit seiner berühmten Nonne Katharina von Bora, die spätere Ehefrau Martin Luthers. Einblicke in die Lebensweise der Stadtbevölkerung geben die sogenannte schwarze Küche mit eingebauter Bohlenstube sowie das Biedermeierzimmer mit seinem repräsentativen Schwanenhalsofen.
Das Wachstum der Stadt war eng verbunden mit der Ansiedlung vieler kleiner und mittlerer Betriebe am Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. Stellvertretend werden in der Ausstellung drei Handwerksbetriebe vorgestellt: die Handschuhfabrik Händel, die Etuifabrik Reinhold Kühn sowie die Papierwarenfabrik Weißing, deren Hauptprodukte Scherzartikel waren.
Eine umfangreiche Fachbibliothek mit ca. 10 000 Büchern und Broschüren ist Interessenten ebenso zugänglich wie das Zeitungs- und Fotoarchiv. Sonderausstellungen, Vorträge, thematische Führungen, wie z.B. durch die historische Altstadt oder zum Kloster Nimbschen sowie Museumsfeste bereichern das kulturelle Leben der Region. Für Schüler hält das Museum ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot bereit. Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite.

Aktivitäten: 3 Sonderausstellungen im Jahr, Vorträge, Veranstaltungen, museumspädagogische Programme für Schulklassen, Familiennachmittage



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