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Seifertshain - Sanitäts- und Lazarettmuseum

„Das Leid – die Hilfe“

Landkreis: Leipzig

Straße: Pfarrgasse 2

PLZ, Ort: 04463 Großpösna, OT Seifertshain

Internetseite: www.sanitaetsmuseum1813.de

Information: Soziokulturelles Zentrum KuHstall e.V.
Hauptstraße 19
04463 Großpösna
Tel: (034297) 14010
Fax: (034297) 140119
E-Mail: info (at) kuhstall-ev.de
www.kuhstall-grosspoesna.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Für Behinderte geeignet: Ja
Ebenerdiger Bereich der Museumsscheune und des Kräutergartens für Menschen mit Gehbehinderung. Die Museumsräume in der Alten Dorfschule selbst liegen in der 1. Etage, sind daher für Gehbehinderte schwer bis gar nicht erreichbar.

Beschreibung:

„Nur einzelne Kanonenschüsse hallten noch über das schrecklich erhellte Leichenfeld hin, aber tausendstimmig war der Nachhall des blutigen Kampfes, der von den Schmerzenstönen der Verwundeten und Sterbenden zu uns herüberkam, die hülflos auf dem Schlachtfelde lagen, und selbst das wilde Getöse der bivouaquierenden Soldaten konnte ihn nicht ganz ersticken.“ – so beschrieb Auguste Vater, Tochter des 1813 in Seifertshain amtierenden Pfarrers das Bild, dass sich ihr nach der Völkerschlacht bei Leipzig bot. Inmitten dieses Infernos standen die Ärzte, die verzweifelt versuchten, das Überleben der Verwundeten zu sichern. Der Gefahr von Seuchen ausgesetzt, wurden sie nicht selten selbst Opfer.

Den Begleiterscheinungen einer Schlacht widmet sich das Seifertshainer Museum in der alten Dorfschule inmitten des historischen Ortskerns. Über eine kleine Gasse, eingerahmt von Pfarrhaus, Kirche und Friedhof, auf dem sich mehrere Erinnerungsstätten befinden, führt der Weg zum Museumsgelände. Im Obstgarten informieren Kräuterbeet und Tafel über Wirkung und Anwendungsgebiete von Pflanzen.

Die Ausstellung widmet sich nicht dem Verlauf großer Schlachten, sondern ist jenen gewidmet, die während der Kämpfe verwundet wurden und unter unvorstellbaren Bedingungen um ihr Leben rangen. Eindrücklich erzählt in einer nachgestellten Szene ein Arzt von seinem blutigen Handwerk, im Hintergrund ein amputierter Soldat.

Der Spannungsbogen der Ausstellung führt bis zur Gründung des Roten Kreuzes. Besondere Exponate des Museums sind Zinnfiguren-Dioramen, Schlachtfeldfunde rund um Seifertshain und der Nachbau eines französischen Lazarettwagens von 1813 im Originalmaßstab in der Museumsscheune.

In Seifertshain erwartet Sie heute ein nahezu originalgetreu erhaltener Schauplatz der Völkerschlacht. Im Kontrast zur Idylle des Ortes liefert das Museum eindrückliche Bilder der militärmedizinischen Versorgung vor 200 Jahren.

Aktivitäten:
Vorträge im Museum im Oktober rund um die Veranstaltungen anlässlich der Jahrestage der Völkerschlacht bei Leipzig



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