Mitteldeutsches Braunkohlerevier

Zwischen Bitterfeld im Norden, Zeitz im Süden, Mücheln im Westen und Borna im Osten lagen früher eine Anzahl von Bergbaugebieten, die als "Mitteldeutsches Braunkohlerevier" bezeichnet wurden. Noch um 1900 war die Gegend von vielen Flüssen und waldreichen Auen durchzogen. Dann wurden erste Kohlegruben aufgeschlossen. 

1925 ging das Kraftwerk Böhlen in Betrieb. Durch das Entstehen neuer Arbeitsplätze wurden auch Menschen aus entfernten Gegenden angezogen. Für sie entstanden Siedlungen, die Kaufkraft wuchs und die Infrastruktur verbesserte sich. Doch der Braunkohleabbau machte nicht an Ortsgrenzen Halt. Gaumnitz bei Zeitz war das erste Dorf, welches komplett entvölkert und zerstört wurde. Am 29. Juni 1931 wurde der Kirchturm gesprengt.

Das kleine Dorf Gaulis mit Kraftwerk Lippendorf

Noch fataler wirkte sich die Situation in der DDR aus. Die Staatsregierung erklärte die Braunkohle quasi zu ihrem Kulturgut und wichtigsten Energielieferanten. So entwickelte sich das Mitteldeutsche Braunkohlerevier neben dem Lausitzer auch zum bedeutendsten Erzeuger und größten Umweltverschmutzer. Neben Kohle wurde in den Standorten Böhlen, Leuna und Bitterfeld auch giftige Chemie erzeugt. Zwar konnte man in dem so vorbildlichen Arbeiterstaat dort gutes Geld verdienen, aber musste auch gesundheitliche Risiken mit einkalkulieren. Wer in Bitterfeld wohnte, hatte keine hohe Lebensqualität. Im Umfeld der Kraftwerke und Tagebaue war die Luft voller Qualm, Ruß und zweifelhafter Substanzen. All dies legte sich auf den Gebäuden nieder und machte die Umgebung der großen Kulturstadt Leipzig zu einem Ort der Traurigkeit.

Bergbau-Technik-Park bei Großpösna

Die DDR-Regierung setzte sich völlig unbekümmert über die Belange der Dorfbewohner hinweg. Ein Tagebau nach dem anderen wurde aufgeschlossen. Die Menschen in den Dörfern bekamen ein Angebot, ihr Haus an anderer Stelle wieder aufzubauen oder wurden gleich zu Hunderten in gigantischen Wohnbatterien untergebracht. Wer das nicht wahrnahm, wurde zwangsumgesiedelt und bekam nichts. Und natürlich blieben die Leute nicht immer beieinander, sondern verteilten sich an verschiedene Orte und verloren sich aus den Augen. Generationen und Familien, die über Jahrhunderte gewachsen waren, wurden für immer zerstört. Das alles, weil die DDR-Regierung ohne Rücksicht an die Kohle wollte.

Neukieritzsch entstand hauptsächlich wegen des Tagebaus

Auch die Infrastruktur wurde zerstört. In einem Staat, der Wert auf sein Arbeiter- und Bauerntum legte, holzte man große Wälder ab, vernichtete Ackerflächen, Wiesen und Wege. Flüsse wurden in Betonbetten umgeleitet und Straßenverbindungen und Eisenbahnlinien unterbrochen. Menschen, die zwischen den Tagebauen lebten, hatten also nicht nur die Angst, bald Opfer zu werden. Sie mussten auch noch mit erheblichen Einbußen rechnen, Umwege in Kauf nehmen und stets Krach und Staubpartikel, vermischt mit Substanzen jeglicher Art ertragen. Für viele Orte herrschte ein Baustopp, sodass weitergehende Planungen nicht mehr möglich waren.

Braunkohletagebau "Vereinigtes Schleenhain"

1989 kam die politische Wende, und man hoffte, dass der Spuk bald ein Ende hätte. Tatsächlich wurden lange brachliegende Pläne, die Tagebaulandschaften zu rekultivieren und wiederzubeleben, relativ rasch umgesetzt. Bereits in den Neunzigerjahren entstand in einem Restloch südlich von Leipzig der Cospudener See, der heute ein beliebtes Naherholungserziel ist und über einen Hafen und Strände verfügt. In der Nachbarschaft kamen der Markkleeberger See, Störmthaler See und Zwenkauer See hinzu. Diese werden miteinander durch Rad- und Wanderwege sowie teils durch Kanäle mit dem Leipziger Stadthafen verbunden. Unter dem Namen Neue Harth wurde ein Teil des Leipziger Umlandes wieder zum Leben erweckt.

Rekultivierungslandschaft am Störmthaler See

Weitere Infrastruktur wurde geplant und umgesetzt. Dazu gehörten neue Wohngebiete, Uferpromenaden, Strände, Erlebnisorte, Aussichtspunkte, Feriendörfer und ein Freizeitpark. Die Straße der Braunkohle führt zu über 200 thematisch passenden Objekten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In der Nähe des Störmthaler Sees entstand ein Bergbau-Technik-Park. Bei Gräfenhainichen gibt es Ferropolis, die Eisenstadt. Besucher können fünf Braunkohlebagger auf einer Insel erleben. Der Ort wird auch für Veranstaltungen genutzt. Museen beschäftigen sich mit dem Thema Braunkohle. An den neuen Seen und noch bestehenden Tagebauen wurden Aussichtspunkte eingerichtet.

Hier entsteht der Hafen am Kap Zwenkau

Zu den bekannten Gewässern im ehemaligen Tagebaugebiet gehört die Goitzsche bei Bitterfeld. Einen Teil des Ufergebiets hat der NABU gekauft und steht seitdem unter Naturschutz. Der Besucher kann schlendern, gastronomische Angebote wahrnehmen oder einen Aussichtsturm besteigen. Ein ähnliches Konzept gibt es für den Geiseltalsee mit dem Hafen Mücheln. Auf dem Störmthaler See können auf der schwimmenden Insel Vineta Trauungen vorgenommen werden. Häfen mit Liegeplätzen gehören zu den Besonderheiten der größeren Seen. Ein paar davon lassen sich mit dem Fahrgastschiff erleben.

Goitzschesee bei Bitterfeld

Bei der Rekultivierung der Tagebaue gab es auch Rückschläge. Das zeigte der Erdrutsch von Nachterstedt im Jahre 2009, als Erdmassen und Häuser in einen See fielen. Nach wie vor sind Tagebaue in Betrieb. Ende der Neunzigerjahre wurde ein Kraftwerk in der Nähe von Leipzig erneuert. Über Förderbänder gelangt Kohle aus dem benachbarten Tagebau Vereinigtes Schleenhain in eine Anlage und wird in Energie umgewandelt. Die Kühltürme sind von weitem sichtbar. Der Rauch bildet nachgewiesenermaßen dunstige Wolken, die je nach Wetter über der Umgebung lange hängen bleiben. Untersuchungen belegen, dass der Schadstoffgehalt der Luft um Leipzig zumindest partiell erhöht ist. Letztendlich sind es die Bewohner, die den beißenden Qualm und den Anblick des Kolosses jeden Tag ertragen müssen.

Wieder aufgebautes Breunsdorfhaus in Leipzig-Dölitz

Was dieser Tagebau noch alles anrichten kann, wurde am Beispiel von Breunsdorf und Heuersdorf deutlich. Beide Orte gibt es nicht mehr. Von Breunsdorf existieren nur noch wenige Siedlungshäuser, ein Bauernhaus wurde nach Leipzig-Dölitz umgesetzt. Die Kirche von Heuersdorf wurde unter großer Beachtung der Presse nach Borna transportiert. Eine weitere Kirche, die im Ortsteil Großhermsdorf stand, wurde nach einer archäologischen Bestandsaufnahme mit den übrigen Gebäuden, darunter viele Fachwerkhäuser, einfach abgerissen. Der größte Tagebau, Profen, kostete schon vielen Menschen ihre Heimat. Und sogar Ende der Neunzigerjahre mussten die Einwohner von Großgrimma im Burgenlandkreis wie auch die der umliegenden Dörfer ihre Häuser verlassen.

Bauernhaus in Heuersdorf

Nach der Jahrtausendwende kam es zum Aufschrei, als Pläne über einen weiteren Tagebau bei Lützen bekannt wurden. Der Ort, wo im Dreißigjährigen Krieg die Schlacht zwischen den protestantischen Schweden des Königs Gustav Adolf und den katholischen Truppen von Wallenstein stattfand. Ein Denkmal erinnert heute noch daran und wird regelmäßig von Gruppen aus Schweden besucht. Natürlich treffen derartige Pläne in den heutigen Zeiten auf erbitterten Widerstand. Gerade jetzt, wo es genug alternative Energien durch Windkraft oder Sonnenenergie gibt.

Kraftwerk Lippendorf

Alle Menschen haben ein Anrecht auf ihre Heimat. Erholungsgebiete mit Seen sind da schön und gut, aber nach einer Totalveränderung durch die riesigen Braunkohlebagger kann diese Gegend nie wieder dieselbe sein, wie sie in Jahrmillionen auf natürliche Art geschaffen wurde.
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Deutsche Zentralstelle für Genealogie

Die Zentralstelle hat es sich zur Aufgabe gemacht, genealogische Quellen zu sichern, aufzubewahren und zur Sichtung zur Verfügung zu stellen. Neben gedruckter Literatur gehören dazu auch unveröffentlichte Sammlungen wie Ahnenlisten, genealogische Arbeiten oder Abschriften aus alten Büchern. Zum Inventar gehören auch die Ahnenstammkartei des deutschen Volkes und der Gesamtkatalog der Personalschriften- und Leichenpredigtensammlung.

Schongauerstraße 1

Bestände
Im Lesesaal befindet sich eine alphabetisch geordnete Karteikartensammlung, die Auskunft über vorhandenes Material zu tausenden Familien gibt. Zum Grundstock gehören natürlich alle Bände der Deutschen Geschlechterbücher (Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien), der Adelshandbücher und weitere Standardliteratur. Diese Bände enthalten eine Fülle an Daten aus gesammelten Ahnenlisten. Wie jedes größere Werk, sind sie durch ein Namensregister erschlossen.

Beliebt bei Forschern sind die Kirchenbuch-Verfilmungen, die schon vor dem Krieg begonnen wurden. Sie umfassen alle deutschen Bundesländer, die ehemaligen deutschen Ostgebiete, Böhmen und Mähren und deutschsprachige Gebiete im Ausland (ehemaliges Österreich-Ungarn, Baltikum, Ukraine usw.). Weitere Filme enthalten Stadt-, Gerichts- und Steuerbücher unterschiedlicher Herkunft. Ob zu einem konkreten Ort Materialien vorliegen, lässt sich im Archiv in den Bestandsverzeichnissen nachschlagen. Verfilmungen existieren auch von zahlreichen Melderegistern, amtlichen Unterlagen wie Heimatscheinen, Bürgerbüchern uvm.

Für die Filmansicht steht ein großer Raum mit Lesegeräten zur Verfügung. Gegen Gebühr kann man auch drucken und Bilder auf einen mitgebrachten USB-Stick abspeichern. Anders als bei den Archivalien, braucht man dafür meist keine Voranmeldung. Leseplätze sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Eine Übersicht der Mikrofilme gibt es hier:

http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=13.01&bestandid=21962

Sitz der Deutschen Zentralstelle für Genealogie

Archiv der AMF
Der Deutschen Zentralstelle ist auch das Archiv der AMF (Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung) angegliedert. Der Verein hat dort Räume angemietet, die Vorbestellung muss deshalb auch getrennt vorgenommen werden. Die Einsichtnahme findet jedoch im Lesesaal des Sächsischen Staatsarchivs statt. Dieses Archiv enthält nochmals eine Fülle an genealogischem Material aus Mitteldeutschland. Von hohem Wert sind dabei die bisher unveröffentlichten Arbeitsergebnisse und Nachlässe von regionalen Forschern. Zusätzlich sind alle Ausgaben der AMF Schriftenreihe einsehbar.

Vorab-Recherche
Benutzen können die Archive sowohl Privatpersonen als auch offizielle Stellen. Bevor man hierher kommt, sollte man sich informieren, ob die gewünschten Dokumente vorliegen. Das lässt sich zum Beispiel über die Onlinerecherche auf der Internetseite herausfinden:

http://www.archiv.sachsen.de/cps/suche.html
Die Deutsche Zentralstelle hat mehrere gedruckte Bestandsverzeichnisse herausgegeben. Sie können über die Fernleihe bestellt werden. Oder hier zur (noch nicht vollständigen) Online-Version:

http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=13.01
Nicht alle Bestände sind im Internet gelistet. Für weitere Informationen kann man direkt an die Zentralstelle schreiben oder einfach anrufen.

Bis auf wenige, müssen alle Materialien vorbestellt werden. Das reicht normalerweise noch am Vortag. Auch vor Ort lässt sich noch bis 13 Uhr nachbestellen.

Es handelt sich um eine Präsenzbibliothek. Alle Materialien dürfen nur vor Ort eingesehen und nicht mit nach Hause genommen werden. Beim ersten Besuch, oder für jedes angebrochene Jahr, ist ein Benutzerformular am hauseigenen PC auszufüllen und zu unterschreiben. Die Benutzung ist kostenlos. Für das Archiv der AMF gibt es eigene Formalien. Die Mitarbeiter helfen bei Problemen gerne weiter, geben Auskunft über den Bestand und können auch mal behilflich sein, wenn es um das Lesen der alten Schrift geht.

Bushaltestelle am Paunsdorf-Center

http://www.bahn.de (Deutsche Bahn)

http://www.lvb.de (Leipziger Verkehrsbetriebe)
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Kirchliches Archiv Leipzig

Am Thomaskirchhof befindet sich in zentraler Lage der Stadt das Kirchliche Archiv Leipzig (KAL Leipzig). Die Anschrift lautet Burgstraße 1-5, 04109 Leipzig. Es verfügt über keine eigene Homepage, die Kontaktdaten und andere Informationen kann man aber verschiedenen genealogischen Seiten im Internet entnehmen. Hier sind bisweilen auch die Öffnungszeiten aufgeführt. An allen Werktagen außer Mittwoch ist das Archiv von 10 bis 12 Uhr geöffnet und dann wieder nachmittags nach einer ein- bis zweistündigen Ruhepause, die erfahrungsgemäß mit den Mitarbeitern abgestimmt werden kann. Die Forschungsgebühr beträgt 5 Euro.

Besucher betreten das Vorderhaus durch den Eingang, halten sich dann rechts und kommen in ein kleines überdachtes Atrium. Hier steht ein montierter steinerner Türbogen von 1674 mit floralen Mustern, ein echtes Museumsstück, das auch so den Besuch dieses Hauses belohnt. Von dem Atrium gelangt man in das Hinterhaus. Die Räumlichkeiten befinden sich in der 3. Etage, zum Einlass muss man die Klingel betätigen.

Innenhof mit steinernem Türbogen

Das Archiv hatte bis vor ein paar Jahren seinen Sitz in Plagwitz und war dreimal größer. Dann kam der Beschluss, die Einrichtung zu verkleinern, und neben dem Umzug wurden auch große Teile der Bestände ausgelagert. Das ist vor allem für Hobbyforscher sehr bedauerlich, weil einige Dokumente nun einfach ohne die Möglichkeit zur Einsichtnahme verwahrt werden, anderes wurde in die Obhut der Ursprungsorte zurückgegeben, und wiederum weitere Dinge sind jetzt in Dresden im Landeskirchenarchiv. Was man also hier im KAL noch findet, bezieht sich hauptsächlich auf die Stadt Leipzig und einige, auch abgebaggerte Orte im Umland.

Zur Einsicht steht ein kleiner Benutzerraum zur Verfügung. Man wird gefragt, wonach man sucht, und die Materialien werden einem an den Platz gebracht. In diesem Raum gibt es seitlich an den Wänden Schränke mit Familienkarteien, die nach Taufen, Trauungen und Sterbefällen geordnet sind. Wenn Familiennamen bekannt sind, kann man sich so erstmal eine Übersicht verschaffen, ob hierzu Materialien vorhanden sind. Natürlich kann man auch direkt suchen und sich die Kirchenbücher bzw. Duplikate durchsehen, die hier aufbewahrt werden.

Burgstraße 1-5 auf der linken Bildhälfte

Der Bestand schwankt stark. Zu Schönefeld mit Sellerhausen, Reudnitz u.a. gibt es Einträge erst ab 1800, weil die vorherigen Kirchenbücher in der Völkerschlacht verbrannt sind. Andere Bücher sind lückenhaft, oder beginnen noch später. Die Bücher von Knauthain etwa wurden an ihren Ursprungsort zurückgebracht, und andere Stadtteile sind komplett im Umland eingepfarrt. Dennoch lassen sich vor allem dann gute Funde machen, wenn man in Leipzig nicht nur eine, sondern mehrere familiengeschichtliche Quellen zur Verfügung hat, nach denen man suchen kann. Wertvoll sein können zudem die im Archiv aufbewahrten Kirchenbücher einiger, auch abgebaggerter Orte im Umland, wie Breunsdorf, Cröbern, Kieritzsch, Magdeborn, Panitzsch etc. Zu Markranstädt und angrenzenden Orten gibt es auch noch Inventar.

Sofern man sein Forschungsgebiet auf die Stadt Leipzig oder die anderen, im Archiv spärlich gestreuten Orte eingrenzen kann, ist ein Besuch im KAL empfehlenswert. Man wird gut beraten und kann sich jederzeit an die Mitarbeiter wenden, auch wenn man mal die alte Schrift nicht gut lesen kann. Vor einem Besuch muss man sich telefonisch anmelden, hier kann man sich auch nach dem Inventar erkundigen. Die Anreise ist recht einfach. Weil das Archiv direkt in der Innenstadt, neben der Thomaskirche ist, kommt man gut mit dem Zug, ÖPNV oder Auto dorthin. Auch noch sehr sehenswert sind die bestimmt hundert Jahre alten Glasfenster im Treppenhaus des Hauptgebäudes mit puttenähnlichen Darstellungen.

http://www.evlks.de/landeskirche/landeskirchenamt/682.html

http://wiki-de.genealogy.net/Kirchliches_Archiv_Leipzig

http://www.lgg-leipzig.de/info-kal-i.asp
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Prießnitz

Prießnitz ist ein Dorf mit 750 Einwohnern und liegt im Landkreis Leipzig. Mit weiteren Orten der Umgebung bildete es die Gemeinde Eulatal, bevor diese zur Stadt Frohburg kam. Weitere Städte in der Umgebung sind Borna (zehn Kilometer), Geithain (neun Kilometer) und Bad Lausick (sechs Kilometer). Während die Landschaft westlich von hier von größeren Tagebauen geprägt ist, befindet sich östlich mit dem Colditzer Forst ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet. Südlich liegt das Kohrener Land mit sanften Erhebungen und einer Anzahl von Burgen.

Das Bauernrathaus

Ländliches Leben und viel Ruhe


Weshalb sollte man Prießnitz besuchen ? Im ganzen Ort befinden sich zahlreiche gut erhaltene und restaurierte Fachwerkhäuser und Gehöfte. Zu ihnen gehört auch das Bauernrathaus vom Beginn des 18. Jahrhunderts. Es steht an der Einmündung zur Badstraße, gleich neben der Bushaltestelle Prießnitz, Dreieck. Von dort aus ist das Schloss schon in Sichtweite, man läuft nur noch die Straße hinunter. Es hat seine Ursprünge im Mittelalter und war von 1380 bis 1918 von der Familie von Einsiedel bewohnt. Nach mehrfachen Umbauten und Renovierungen kam es nach der deutschen Einheit in den Besitz der Gemeinde Prießnitz.

Rittergut Prießnitz

Schloss und Rittergut Prießnitz

Heute kümmert sich ein Heimatverein um die Instandhaltung der Anlage. Untergebracht ist hier die Heimatstube Prießnitz mit einer Ausstellung „Ländliches Brauchtum“. Direkt im Innenhof kann man sich davon einen Eindruck machen. Dort stehen eine Anzahl alter bäuerlicher Geräte, die früher auf dem Land benutzt wurden. In der Scheune nebenan widmet sich jeder Bereich einer anderen Thematik aus dem ansässigen Handwerk. Mittlerweile sind verschiedene Teile des Schlosses und Rittergutes wieder sehr schön restauriert, sodass die Besichtigung auch Spaß macht.

DDR-Feuerwehr im Schlosshof

Vom Innenhof gelangt man in den Garten der Anlage. Ein Rundweg führt hindurch und nimmt den Besucher mit in eine harmonische Welt. An einer Seite befindet sich ein steinernes Becken, das mit Wasser aus einem wasserspeienden Kopf versorgt wird. An der anderen Seite wurde aus natürlichen Materialien wie Stroh, Holz und Ziegeln ein Haus für Insekten geschaffen. Verschiedentlich sind Bänke aufgestellt, auf denen man sich eine Pause gönnen und die Ruhe genießen kann. Keine Straßengeräusche, keine Abgase stören den Frieden, es herrscht eine freundliche Atmosphäre.

Blick zum Schloss

Sakrale Schätze in der Kreuzkirche

Direkt über die Straße steht die evangelische Kreuzkirche, die um 1500 im Stil der Spätgotik erbaut wurde. Sie wurde von der Familie von Einsiedel stets gut bedacht und ist darum mit reichen Kirchenschätzen aus dem Barock ausgestattet. Die Wände, der Altar und auch die Kanzel sind mit kunstreichen Gemälden verziert, viel Gold gehört zu den liebevollen Details, die diese Kirche ausmachen. Die Sitzbänke für die Gottesdienstbesucher befinden sich teils im Raum, teils unter der Empore. Auf ihr steht die Orgel, und es gibt eine geringe Anzahl weiterer Sitzreihen. Anzunehmen ist, dass diese Plätze aufgrund der guten Aussicht wohl den höher gestellten Persönlichkeiten vorbehalten waren.

Spätgotische Kreuzkirche

Um die Kirche herum

Gleich nebenan liegt der Friedhof, auf dem es noch einige Grabsteine gibt. Heute werden die Verstorbenen woanders bestattet. Eingänge zum Kirchhof sind an der Badstraße oder einer Nebengasse, die zur Frohburger Straße hin verläuft. Eine Besichtigung wert ist auch das gleich nebenan liegende Pfarranwesen. Durch ein Tor gelangt man in den Hof. Früher gab es hier sicherlich auch Tierhaltung, ein Nebengebäude mit Scheunentor ist noch vorhanden. Zur warmen Jahreszeit geben sich die Nutzer viel Mühe und schmücken den Außenbereich mit bunten Blumen aus. Wenn das Pfarramt geöffnet ist, kann man hier auch nach dem Schlüssel oder einer Führung durch die Kirche fragen.

Fachwerkanwesen mit Pfarramt neben der Kirche

Das Waldbad – ein lauschiger Ort

Im weiteren Verlauf der Badstraße finden sich wieder einige alte Bauernhäuser. Wie man schon an dem Namen der Straße erkennt, führt sie zum Waldbad. Das ist ein mehrere hundert Meter langer See mit einer Insel und einem breiten Grünstreifen zum Sonnen und Entspannen. Auch Seerosenteppiche schwimmen in dem sauberen Wasser. Vor dem benachbarten Sportheim gibt es eine kleine Bühne für Freiluftveranstaltungen. Wer lieber laufen mag, kann dies in dem angrenzenden Naturschutzgebiet tun. Der Weg führt durch den Wald bis in die Nachbarorte Frauendorf und Frankenhain.

Das Waldbad
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Lößnig

Wie viele der Orte rund um Leipzig hat Lößnig einen sorbischen Ursprung. Der Stadtteil liegt gut fünf Kilometer südlich des Zentrums. Seine ältesten Häuser und die Kirche befanden sich zwischen der heutigen Mühlpleiße und der Bornaischen Straße. Die Ersterwähnung erfolgte um 1040 als „Lesnic“. Im Mittelalter führte die Fernhandelsstraße Via Imperii von Norddeutschland nach Italien hier vorbei. In Leipzig traf sie auf die Via Regia von Nowgorod über Königsberg und Breslau nach Frankfurt und Paris. Das bedeutete für den Ort gute wirtschaftliche Voraussetzungen.

Gethsemanekirche

Im Zuge der Reformation wurde Lößnig evangelisch. Bis zum Dreißigjährigen Krieg bildete es eine eigene Pfarrei. Seine Ehepartner suchte man sich im näheren Umfeld. Die Familien bildeten große Gemeinschaften, deren Namen über Generationen in den Kirchenbüchern belegt sind. Zuwanderung aus weit entfernten Orten gab es selten. Gute Beziehungen bestanden zu den Nachbarorten Dölitz und Connewitz wie auch zu Markkleeberg, das dann über zwei Jahrhunderte die kirchlichen Angelegenheiten übernahm. 1877 wurde die heutige Gethsemanekirche errichtet. 1891 kam der Ort zu Leipzig, und schon bald entstanden auf den Fluren neue Straßenzüge und Gebäude im Stil der Gründerzeit. Dabei handelt es sich keinesfalls um reine Arbeitersiedlungen. Lößnig besitzt durch sein vieles Grün und die gute Anbindung zur Stadt eine hohe Wohnqualität.

Eines der wenigen alten Häuser

Heute ist der Ort vorwiegend an Leipzig ausgerichtet. Die evangelischen Christen werden von Connewitz aus betreut, die Katholiken besuchen dort die Sankt-Bonifatius-Kirche. Schon längst ist die Gemarkung von Lößnig zum größten Teil bebaut. Dadurch entstanden zwei Zentren, die auch für Bewohner anderer Leipziger Stadtteile relevant sind. Eines an der Bornaischen Straße, Ecke Siegfriedstraße, das andere im Neubaugebiet Lößnig an der Zwickauer Straße. Beide Gegenden sind durch Straßenbahnlinien mit der Innenstadt verbunden bzw. untereinander durch eine Buslinie.

Am Rembrandtplatz

Die architektonische Besonderheit ist die „Rundling“ genannte Wohnsiedlung am Ende der Siegfriedstraße. Auf dieser Fläche befanden sich bis zu den 1920er Jahren landwirtschaftliche Nutzflächen. Ab 1929 wurde die Siedlung im Stil der neuen Moderne angelegt. Die Bauweise mit den flachen Dächern und futuristischen Designs war für die damalige Zeit geradezu revolutionär. Die Wohnhäuser gruppieren sich um eine kreisrunde Straßenanlage und in einigen Nebenstraßen. Diese sind nach Figuren aus der Nibelungensage benannt, daher ist auch der Name „Nibelungensiedlung“ geläufig.

Siegfriedplatz

Sie tragen die Namen Siegfriedstraße, Nibelungenring, Kriemhildstraße, Etzelstraße, Giselherstraße, Dankwartstraße und weitere mehr. In der Mitte liegt der begrünte Siegfriedplatz mit einer Anzahl von Sitzbänken. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Siedlung bombardiert. Heute sind die maroden Hinterlassenschaften beseitigt und man kann das Ensemble in einem sanierten Zustand besichtigen. Nördlich davon entstand wenig später die Gudrunsiedlung, deren Straßen ebenfalls nach nordischen Sagengestalten benannt sind. Die gesamte Gegend stellt einen besonders schutzwürdigen architektonischen Komplex dar.

Giselherstraße

Während der DDR-Zeit kam nordöstlich das Neubaugebiet Lößnig hinzu, das mit seinen Plattenbauten zwar keine herausragende Sehenswürdigkeit ist. Für Menschen, die im westlichen Teil Europas aufgewachsen sind, mögen sie befremdlich wirken. Diese Bauweise war ein Merkmal des Sozialismus und sollte vielen Menschen günstigen Wohnraum auf hohem Niveau verschaffen. Beliebt waren die Wohnungen, denn hier gab es Heizungen, und man musste keinen Ofen anwerfen.

Zwickauer Straße

Zur Nahversorgung entstand an der Zwickauer Straße, Ecke Johannes-R.-Becher-Straße ein größeres Einkaufszentrum. Es ist in zwei räumlich voneinander getrennte Gebäude untergliedert. In jedem gibt es einen Supermarkt, (Fach-) Geschäfte, Drogeriebedarf, Bäcker und auch Cafés und Imbiss. Heute ist diese Art zu wohnen nicht mehr so gefragt. Wer es sich leisten kann, bevorzugt die sanierten Gründerzeitwohnungen. Allerdings gibt es in diesem Stadtteil mehrere Studentenwohnheime. Ein zusätzliches Plus ist die Nähe zur Gartenvorstadt Marienbrunnen, zum Südfriedhof und dem Völkerschlachtdenkmal. Und schließlich gewährleisten die Straßenbahnen und Busse der Leipziger Verkehrsbetriebe eine gute Anbindung zum Zentrum und den benachbarten Stadtteilen.

Einkaufszentrum Moritzhof

Im Jahre 1895 wurde eine Braunkohletiefbaugrube aufgeschlossen, die bis 1959 in Betrieb war. Ein Komplex mit bis heute erhaltenen Gebäuden ist unter dem Namen „Schacht Dölitz“ seit 1993 unter Denkmalschutz gestellt. Auf dem angrenzenden Gelände entstand in den achtziger Jahren eines der größten städtischen Erholungsgebiete. Ausgedehnte Wege laden zu Spaziergängen bis nach Probstheida und Meusdorf ein. Richtung Lößnig befindet sich eine Gaststätte mit Terrasse.

Silbersee mit Neubaugebiet

Eine Reihe von Gewässern und Spielplätze zeichnen die Anlage aus. Zu den Besonderheiten zählt der Silbersee mit seinen Wasservögeln verschiedener Größen. Daneben gibt es auch ein kleines Moorgebiet mit Fröschen. Weiter hinten wurde ein Waldarboretum angelegt, in dem exotische Gewächse aus Nordamerika und Nordasien besichtigt werden können. Für Freunde des Automodellsports gibt es einen speziellen Rundparcours. Den besten Überblick hat man vom Aussichtshügel, der ein Panorama auf das Lößniger Neubaugebiet, die Innenstadt, das Völkerschlachtdenkmal, Dösen und das südliche Umland bietet.

Blick vom Aussichtshügel auf Lößnig

Zug und Straßenbahn

Der Bahnhof Connewitz liegt am Rande von Lößnig. Ein Zugang über Treppen besteht von der Karl-Jungbluth-Straße her. Fahrtdauer vom Leipziger Hauptbahnhof etwa zehn Minuten, von Zwickau knapp 70 Minuten, von Borna eine halbe Stunde. Der westliche Teil an der Bornaischen Straße ist durch die Straßenbahnlinie 11 (Schkeuditz-Wahren-Leipzig-Connewitz-Dölitz-Markkleeberg) angebunden. Fahrtdauer ins Zentrum knapp 20 Minuten oder sechs Minuten nach Markkleeberg.
Endhaltestelle Lößnig

Der östliche Teil mit dem Neubaugebiet Lößnig und dem Rundling ist durch die Straßenbahnlinien 10 (Wahren-Leipzig-Connewitz-Lößnig) und 16 (Messegelände-Leipzig-Lößnig) angebunden. Darüber hinaus verbindet die Buslinie 79 den Bahnhof mit den beiden Gegenden und fährt saisonal auch bis zum Cospudener See und in andere Stadtteile.
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Bauhaus in Leipzig

Krochhochhaus – 
04109 Leipzig, Goethestraße 2

Das Krochhochhaus am Augustusplatz wurde 1927 und 1928 erbaut und war das erste Hochhaus von Leipzig. Finanziert wurde es durch den jüdischen Bankier Hans Kroch (* 1887 Leipzig + Jerusalem 1970). Ihm gehörte das Bankhaus Kroch jr. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Leipzig, welches zuvor in der Goethestraße 7, Ecke Ritterstraße ansässig war.

Krochhochhaus 1929

Er war Teilhaber der Aktiengesellschaft Braun, Grützke & Co und gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats. Neben ihm begleiteten dieses Amt noch weitere einflussreiche Persönlichkeiten, nämlich der Geheimrat Dr. Paul Bach und die Bankdirektoren Georg Kosterlitz und Oskar Meiners. Das Gebäude hat zwölf Geschosse, wobei am vorletzten eine Turmuhr angebracht ist und am obersten zwei speiende Löwen prangen. Auf dem Dach befindet sich ein Glockenwerk mit der Aufschrift Omnia vincit labor. Im Krochhochhaus, das die Anschrift Goethestraße 2 trägt, sind heute universitäre Einrichtungen und das Ägyptische Museum untergebracht.

Krochhochhaus 2008

Krochsiedlung - 
04157 Leipzig-Gohlis, Max-Liebermann-Straße / Landsberger Straße

Auf Krochs Betreiben hin wurde im Norden von Gohlis die nach ihm benannte Krochsiedlung errichtet. Diese liegt in einem Quadrat zwischen Max-Liebermann-Straße und Landsberger Straße und besteht aus mehrstöckigen Wohngebäuden. Die meisten Straßenzüge tragen die Namen von ostfriesischen Inseln, wie Wangerooger Weg oder Borkumer Weg. Alle weisen den Bauhausstil mit den charakteristischen Flachdächern auf. Für die damalige Zeit war diese Architektur geradezu revolutionär, die Räume und Inneneinrichtung entsprachen den gehobenen Ansprüchen. Die Treppenhäuser und Wintergärten sind großflächig verglast. Während der DDR-Zeit befand sich die Siedlung im Dornröschenschlaf. Heute sind die Gebäude saniert und dank der umfangreichen Begrünung ist ein angenehmes Wohnen möglich.

Krochsiedlung, Helgoländer Weg

Versöhnungskirche – 
04157 Leipzig-Gohlis, Ecke Viertelsweg / Franz-Mehring-Straße

Als Teil des Gesamtkonzeptes muss die evangelische Versöhnungskirche betrachtet werden. Sie sollte im Zentrum der neuen Wohnsiedlung stehen. Stattdessen sind die beiden Anlagen heute einen halben Kilometer voneinander entfernt. Die dazwischen liegende Fläche wird durch den Kleingartenverein Germanus genutzt. Zahlreiche Glaselemente, darunter ein überdimensionales Kreuz im Vorderbereich, sind auch für dieses Gebäude prägend. Die Kirche befindet sich in der Nachbarschaft des Gohliser Friedhofs mit einer sehenswerten Kapelle.

Versöhnungskirche in Gohlis

Rundling – 
04279 Leipzig-Lößnig, Siegfriedplatz

Nicht minder interessant ist die „Rundling“ genannte Wohnsiedlung im Leipziger Stadtteil Lößnig. Der Ort rund um die Bornaische Straße war ein sehr alter und spielte mit seiner Pfarre, der heutigen Gethsemanekirche, eine bedeutende Rolle für die Umgebung. Am Rande befanden sich vorwiegend landwirtschaftliche Nutzflächen. Darauf wurde in den Jahren 1929 / 30 die Siedlung im Stil der neuen Moderne angelegt. Die Wohnhäuser gruppieren sich um eine kreisrunde Straßenanlage und in einigen Nebenstraßen. Diese sind nach Figuren aus der Nibelungensage benannt, daher ist auch der Name „Nibelungensiedlung“ geläufig.

Der Rundling

Sie tragen die Namen Siegfriedstraße, Nibelungenring, Kriemhildstraße, Etzelstraße, Giselherstraße, Dankwartstraße und weitere mehr. In der Mitte liegt der begrünte Siegfriedplatz mit einer Anzahl von Ruhebänken. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Siedlung bombardiert. Heute sind die maroden Hinterlassenschaften beseitigt und man kann das Ensemble in einem sanierten Zustand besichtigen. Am Rande davon entstand wenig später die Gudrunsiedlung. Alle Gebäude sind in Flachdachbauweise errichtet, nur im nördlichen Abschnitt überwiegen die Eigenheime mit normalen Dächern.

Am Nibelungenring

Haus Rabe – 
04442 Zwenkau, Ebertstraße 26

Zwenkau liegt knapp 20 Kilometer südlich der Leipziger Innenstadt. Die Gegend ist geprägt durch jahrzehntelangen Bergbau. In einem der Restlöcher entsteht einer der größten Seen Mitteldeutschlands, der Zwenkauer See. Nahe dem ehemaligen Bahnhof befindet sich das Haus Rabe. Es wurde 1930 im Bauhausstil erbaut. Die Architekten waren Adolf Rading und Oskar Schlemmer. In zahlreichen Publikationen ist dieses Gebäude erwähnt und abgebildet. Bewohnt wurde es von der jüdischen Familie Rabe. In den Jahren 1995 und 1996 fand eine Sanierung statt. Das Innere weist zahlreiche Fresken, Installationen und Wandmalereien von Oskar Schlemmer auf. Das Gebäude wird heute durch Förderer des Bauhauses privat genutzt, kann jedoch von außen besichtigt werden.

Haus Rabe in Zwenkau
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Leipzig - Ägyptisches Museum Georg Steindorff

Stadtkreis: Leipzig

Straße: Goethestr. 2

PLZ, Ort: 04109 Leipzig

Internetseite: www.gko.uni-leipzig.de/aegyptisches-museum

Information: Museumsverwaltung
Tel.: (0341) 9 73 70 15
Fax: (0341) 9 73 70 29
E-Mail: aegmus (at) rz.uni-leipzig.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Für Kinder ab: 6 Jahre

Für Behinderte geeignet: Ja
Einige Räume barrierefrei

Beschreibung:

Das Ägyptische Museum Georg Steindorff befindet sich im ersten Hochhaus der Stadt Leipzig, das von dem jüdischen Bankier Hans Kroch erbaut wurde. Der Rundgang beginnt in der großen Ausstellungshalle mit Plastiken und Reliefs aus Altem und Neuem Reich, von dort geht es in ein Zwischengeschoss mit dem monumentalen Zedernsarg des Hed-Bast-iru. Im hinteren Bereich wird die Geschichte des Krochhochhauses und des Institutes für Ägyptologie vorgestellt. In einem weiteren Raum werden Scherben mit Inschriften des alten Orients aufbewahrt. Gegenüber sind Gefäße, Steinwerkzeuge und wertvolle Grabfunde zu sehen. Beachtenswert sind die Stücke aus dem unternubischen Ort Aniba.

Ein Raum ist allein der Grabausstattung des Priesters Herischef-hotep vorbehalten. Dazu gehören die Särge und dazugehörige Artefakte. Im Treppenhaus lassen sich Funde aus der griechischen und arabischen sowie Amarna-Zeit bestaunen. Weiter geht es zum Raum der Pyramide und des Totentempelkomplexes. Der Totenkult wird direkt im Anschluss daran besonders beleuchtet, hier am Beispiel von Sarg und der Mumie der Ta-dit-Wesir, darüber hinaus Beigaben und Mumienmasken. Ebenfalls auf dieser Etage ist das Magazin, eine Art Schausammlung untergebracht, die sich nicht nur an Studenten richtet. Zu den Ausstellungsstücken zählen etwa Skarabäen, Amulette und Uschebti.

Aktivitäten: Freundeskreis des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig
e. V. Öffentliche Vortragsreihe, Veranstaltungen und Sonderausstellungen

Besondere Hinweise: Museumsshop, Publikationen und Abgüsse von Ausstellungsstücken des Museums auf der Homepage erhältlich



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Kössern - Jagdhaus Kössern

Landkreis: Leipzig

Straße: Kösserner Dorfstraße 1

PLZ, Ort: 04668 Grimma - Kössern

Internetseite: www.jagdhaus-koessern.de

Information: DAS JAGDHAUS e. V.
Tel.: (034384) 73931
Fax: (034384) 73931
E-Mail: jagdhauskoessern (at) web.de

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja
Auf Vorbestellung, inhaltlich und zeitlich auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, gerne auch in Kostümierung, auch für Ihre Privatfeier oder Firmenveranstaltung

Für Kinder ab: 6 Jahre

Beschreibung:

Das im Stil eines großen Herrenhauses um 1709 errichtete Jagdhaus – oft auch als Jagdschloss bezeichnet - gilt als herausragendes Kleinod barocker Baukunst im Muldental.
Schon von weitem grüßt das hohe Mansarddach die Besucher.
Die straff gegliederte, reich bemalte Fassade zeigt sich in vollendeter Harmonie.
Das Foyer im Erdgeschoss wurde beidseitig von vier starken Säulen getragen, um den Ausblick in den Großen Garten zu ermöglichen.
Eine im Original erhaltene weitläufige Treppe führt in das Obergeschoss mit einem überraschend herrschaftlichen Festsaal, der von üppigem Stuck und einem großen Deckengemälde gekrönt wird. Der Ritter über dem Kamin soll ein Abbild des Bauherrn darstellen.

Aktivitäten: Verein DAS JAGDHAUS - Dorfentwicklungs- und Kulturverein Kössern / Förstgen e. V., Veranstaltungen und Konzerte mit klassischer Musik, Standesamtliche Trauung und Hochzeit im barocken Festsaal, Tanzfläche, zwei Nebenräume, großer Garten, Unterstützung bei Catering, Getränken und Musik

Besondere Hinweise: Tag des offenen Denkmals, Übernachtungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung

Alle Inhalte © Jagdhausverein Kössern e. V.
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Wurzen - Türmerwohnung St. Wenceslai

Landkreis: Leipzig

Straße: Domplatz 9

PLZ, Ort: 04808 Wurzen

Internetseite: www.tourismus-wurzen.de/inhalt/locals_details.php?id=901000195

Information: Evang. - luth. Pfarramt St. Wenceslai
Tel.: (03425) 90500
Fax: (03425) 905 042

Öffnungszeiten: Siehe Internetseite

Führungen: Ja

Aufstieg auf eigene Gefahr. Kinder nur in Begleitung Erwachsener möglich.

Für Kinder ab: 6 Jahre

Für Behinderte geeignet: Nein

Beschreibung:

Die höchste Wohnung von Wurzen

Hoch über den Dächern der Stadt Wurzen ist mit Hilfe der Wurzener Bürger ein Kleinod wiedererstanden: Die Wohnung des Türmers der Stadtkirche. Steigen Sie hinauf !

Nach 160 Stufen wird Ihre Mühe belohnt mit einem Rundgang durch Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum des Türmers und einem wunderschönen Blick über das Muldental.

Die Türmerwohnung wurde in der Vergangenheit im Auftrag der Stadtoberen eingerichtet. Bis zum Jahr 1911 lebten und arbeiteten die Türmer mit ihren Familien in der höchstgelegenen Wohnung Wurzens. Die letzte Türmerfamilie hatte sechs Kinder !

In mühevoller Kleinarbeit mit Spenden vieler Wurzener wurde die Türmerwohnung fast in den originalgetreuen Zustand versetzt.

Besondere Hinweise: Die Kirche St. Wenceslai wurde 961 erstmals urkundlich genannt. Der heutige spätgotische Hallenbau stammt vom Beginn des 16. Jahrhunderts, 1581 wurde in einem Wurzener Begräbnisbuch ein Türmer erwähnt. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg folgte danach der Wiederaufbau mit teils barocken Elementen.

















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Mutzschen - Stadtmuseum

Landkreis: Leipzig

Straße: Straße der Jugend 7

PLZ, Ort: 04688 Mutzschen / Sachsen

Internetseite: -

Information: Stadtverwaltung Mutzschen
Tel.: (034385) 8070
oder Kulturbetrieb Grimma
Tel.: (03437) 98 58 285

Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung

Führungen: Ja

Für Kinder ab:
6 Jahre

Beschreibung:

Das Stadtmuseum Mutzschen wurde 1999 feierlich eröffnet. Es befindet sich im Torwärterhaus der barocken Schlossanlage und besteht aus zwei größeren Räumen, einem kleinen Raum und dem Eingangsbereich. Zur Ausstellung gehören Dokumente und Gegenstände ab der Ur- und Frühgeschichte bis zum Bauern- und Handwerkertum und interessante Exponate rund um die Stadtgeschichte. Themen sind etwa die Ausgrabungen, die Ackerbürgerstadt und Mutzschener Zigarrenmacher.



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