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Markkleeberger See

Sanfte Erholung vor den Toren von Leipzig

Der Markkleeberger See hat eine Fläche von 2,52 Quadratkilometern und liegt im Süden von Leipzig, angrenzend an die Stadt Markkleeberg. Er ist mit gemessenen 58 Metern der tiefste See im Leipziger Neuseenland und entstand von 1999 bis 2006 durch die Flutung eines Teils des Braunkohletagebaus Espenhain. Für diesen verschwanden zuvor das gleichnamige Dorf und auch ein Teil des Ortes Markkleeberg. Heute gibt es hier eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten.

Blick von halber Höhe in Richtung Auenhain

Rund um den See erstrecken sich gut ausgebaute Wanderwege mit Beschilderung, Rastplätze ermöglichen angenehme Ruhepausen und Beschreibungstafeln an sehenswerten Stellen geben dem Wanderer Informationen zu dem Gewässer. In Markkleeberg (Ost) fängt die Strandpromenade an.

Hier gibt es einen großen gebührenpflichtigen Parkplatz und eine Aussichtsplattform, die ein weites Panorama auf den See und seine Umgebung gewährt. Daneben gelegen ist das Strandbad Markkleeberg-Ost, wo man in der warmen Jahreszeit liegen und baden kann. Dort schließt sich das neu erbaute Strandcafé Markkleeberg mit großer Aussichtsterrasse an. Im Erdgeschoss befindet sich das Café, im Untergeschoss auf der Seeebene gibt es ein Restaurant.

Blick von Süden nach Norden.
Im Vordergrund die Strandpromenade, dahinter das Völkerschlachtdenkmal

Wer etwas Zeit mitbringt, sollte einen Besuch der Sehenswürdigkeiten rund um den See nicht verpassen. Das Rittergut Markkleeberg wurde um 1190 erstmals erwähnt. Sein Torhaus bildet den Eingang zu der gut erhaltenen Anlage. Es ist eines der Wahrzeichen der Stadt und hat in seinen Räumen ein nicht unbedeutendes Museum, das sich mit der Völkerschlacht, dem Bauerntum und der Geschichte des Gutes Markkleeberg-Ost beschäftigt. Der Name leitet sich von den Herren von Cleberg ab, die hier bis 1350 ihren Besitz hatten. Davon wurde auch der Name des umgebenden Dorfes und später der ganzen Stadt übernommen. Die Gegend rund um das Gut war ein Schauplatz der Völkerschlacht 1813. Unmittelbar daneben steht die Auenkirche aus dem Jahre 1372. Die in ihr enthaltene Kreutzbach-Orgel ist denkmalgeschützt, sie ist eine typische Landkirche aus der Barockzeit. 2008 / 09 erfolgte eine umfassende Sanierung.

Torhaus Markkleeberg

Seit vielen Generationen finden Markkleeberger Familien ihre letzte Ruhe auf dem Auenfriedhof. Es gibt ihn seit über 500 Jahren, und er weist nicht nur eine Kapelle und zahlreiche alte Grabstätten auf, sondern von den 926 Grabstellen sind 475 Grabdenkmäler und 30 stehen unter Denkmalschutz. Am Friedhofseingang, am Torhaus sowie an der Einmündung Rilkestraße / Gorkistraße steht je ein Apelstein. Es gibt 50 solcher Denkmale, die zum Gedenken an die Völkerschlacht aufgestellt wurden. Hier in der Nähe ist auch eine Pension mit Gaststätte, die Möncherei, zu finden. Sie hat günstige Doppelzimmer sowie zwei Ferienwohnungen und verfügt über Wellnesseinrichtungen im Haus.

Rastplatz bei Wachau

Von der neuen Markkleeberger Strandpromenade aus hält man sich links und kann nun, dem Ufer folgend, einen weiten Spaziergang machen. Die Strecke ist gut ausgebaut und eignet sich auch für Radfahrer. Nicht nur am Ufer verläuft ein Weg, sondern auch oben auf dem Plateau und noch mal ein Pfad auf halber Höhe. Nach einiger Zeit entdeckt man den mit Sand aufgeschütteten Wachauer Strand. Sehr schön ist auch der oberhalb gelegene Aussichtspunkt, wo man den gesamten Seebereich überblickt.

Nicht weit entfernt liegt Wachau, ein Ortsteil von Markkleeberg mit etwa 1.000 Einwohnern. Die Kirchenruine hat ihre Ursprünge im Jahre 1393 und wurde im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Danach wurde sie nur notdürftig wieder aufgebaut, jedoch nicht lange genutzt. Heute ist sie mit Efeu bewachsen und dient seit 1997 wieder für Gottesdienste und Veranstaltungen. Sie ist mit ihrem einzigartigen Baustil eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Seepark Auenhain

Das Gut Wachau wird heute von der Pension Völkerschlacht 1813 genutzt und hat eine große Geschichte. Der Park wurde von Johann Gottlieb Quandt dem Älteren im Stil eines englischen Gartens angelegt. Hier findet man den Sarkophag seiner Ehefrau und ein Denkmal, das an die Völkerschlacht erinnert. In fußläufiger Entfernung liegt der Seepark Auenhain. Er ist das Feriendorf über dem Ufer des Markkleeberger Sees und hat ein großes Angebot für Familien. Dazu gehören gepflasterte Wohnmobilstellplätze, das Restaurant Seeperle, Tagungsräume und ein Wellnesshaus. Dieses Feriendorf liegt etwa mittig des Seeufers, und von hier aus hat man eine Menge Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Auf dem Gelände des Seeparks, aber vom Rundweg aus zu betrachten, steht ein weiterer der so genannten Apelsteine.

Immer wieder schön: Blick auf die Getzelauer Insel

In der Nähe befindet sich der Modellbaupark Auenhain. Neben einer Minieisenbahnanlage werden Besucher mit Gartenbahnen befördert, die realistisch nachgebildet sind. Auch ein originaler Dampfzug ist zu sehen. Ein besonderes Special ist die modernste Wildwasseranlage Europas, der Kanupark Markkleeberg (Auenhain). Hier sind Bahnen für den Leistungssport auf einer Länge von 270 Metern verfügbar, Rafting, Kajak und Kanusport sind möglich. Dazu werden hier große Events ausgetragen, wie internationale Rennen, EM-Qualifikationen, Wettkämpfe und dergleichen mehr. In der Sommersaison können Fahrten für Gäste, die diesen Sport kennen lernen wollen, online gebucht werden. Von der Terrasse der Gastronomie aus können Besucher selbstverständlich auch dem Treiben zuschauen.

Crostewitzer Höhe

Eine Strecke weiter verbindet ein Kanal ab 2011 den Markkleeberger mit dem Störmthaler See. Über einen am Rande verlaufenden Weg gelangt man zu dem Bergbau-Technik-Park, wo eine Präsentation von Bergbau- und Maschinentechnik im Aufbau ist. Von diesem Teil des Markkleeberger Sees verläuft ein Weg Richtung Cospudener See. Am Süd- und Westufer erobert sich die Natur ihren natürlichen Lebensraum zurück, hier gibt es Flächen für seltene Pflanzenarten und Brutstätten für einheimische Vögel. Auf der Crostewitzer Höhe kann man eine Rast einlegen und den Ausblick auf den See mit der Getzelauer Insel genießen. Des Weiteren finden wir hier auch die Nachbildung eines Apelsteins, dessen Original im Museum in Markkleeberg (Ost) steht. Über die ausgeschilderte Strecke umwandert man das Ufer und gelangt so wieder nach Markkleeberg bis zur Strandpromenade. Dies ist der Ausgangspunkt für den Besuch am See. Nach einer Wandertour kann man es sich noch im Strandcafé bequem machen oder sich am Strand ins kühle Nass wagen.

Strandbad Markkleeberg-Ost mit Strandcafé

Wie gelangt man zum Markkleeberger See ?

Die Anfahrt ist relativ einfach: Aus allen Richtungen die A 38, Abfahrt Leipzig-Süd, dann Richtung Leipzig auf die B 2 bis zur Anschlussstelle Markkleeberg. Hier rechtswärtig halten, noch eine kurze Strecke über die Landstraße und man ist im Ortsteil Markkleeberg (Ost) angelangt. Den See findet man, indem man nach rechts auf die B 186 einbiegt, 500 Meter weiter in der Kurve rechts, dort befinden sich der gebührenpflichtige Parkplatz und die Strandpromenade. Vom Leipziger Zentrum einfach über die B 2 Richtung A 38 / Borna bis zur Anschlussstelle Markkleeberg, wie vorher beschriebene Strecke weiterfahren.

Am Westufer

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