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Freyburg

Das Städtchen an der Unstrut hat etwa 5000 Einwohner und ist das Zentrum des Weinanbaus in der Region Saale-Unstrut. Von hier stammt der bekannte Rotkäppchen-Sekt. Freyburg liegt an der Süd-Route der "Straße der Romanik" in Sachsen-Anhalt und gehört zum Burgenlandkreis. Die nächst größeren Städte sind Halle mit etwa 40 Kilometer Entfernung, Leipzig mit 50 Kilometer und Jena mit 40 Kilometer. Zur Kreisstadt Naumburg sind es 10 Kilometer. Es bestehen Verbindungen mit der Regionalbahn nach Naumburg, Zeitz, Nebra und Wangen (Unstrut).

Stadtmauer mit Wehrturm
Sehenswürdigkeiten
Freyburg besitzt als mittelalterliche Kleinstadt noch einen intakten Stadtmauerring von 1.200 Metern Länge, der vor allem ab dem 14. Jahrhundert ausgebaut wurde. Tortürme, Befestigungen und Schießscharten sind verschiedentlich auszumachen, wenn auch im 19. Jahrhundert einiges dem Abbruch zum Opfer fiel. In absehbarer Zeit soll es einen Rundgang entlang der Stadtmauer geben.

Die Stadt- und Pfarrkirche Sankt Marien ist eines der Hauptdenkmäler der mittelalterlichen Kleinstadt und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es besteht eine Ähnlichkeit mit dem Naumburger Dom. Ein spätromanischer Kern ist nach gotischen Umbauten erhalten geblieben. Der Innenraum lädt zum stillen Gebet ein und beinhaltet auch Sehenswürdigkeiten wie den Marienaltar, Taufstein und verschiedene Grabsteine.
Stadt- und Pfarrkirche Sankt Marien
Der Marktplatz bietet mit seinem Ensemble steinerner Bürgerhäuser aus dem 16. bis zum 18. Jahrhundert ein Beispiel der historischen Architektur von Freyburg. Die Hauptsehenswürdigkeit ist das Rathaus mit Kellerräumen aus spätromanischer Zeit und Anteilen vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Das Haus Nr. 14 besitzt ein verziertes Portal von 1554. Im Jahr 2001 stellte man fest, dass mindestens eines der Häuser am Marktplatz bereits aus der Spätgotik stammt.
Romantische Gasse mit Blick auf die Weinberge
Bei einer Stadtführung kann man sich die mittelalterliche Altstadt an der Unstrut detailliert erklären lassen. Vom Markt geht es etwa zu einer Besichtigung der St. Marienkirche, zur Stadtmauer oder der Rotkäppchen-Sektkellerei. Nicht nur Straßenzüge und ihre barocken Häuser erzählen Geschichten. Auch regelmäßige Führungen durch die Weinberge mit Hintergrundinfos zum regionalen Weinbau sind im Programm. Dazu gibt es noch eine Kostprobe der hier angebauten Tropfen.
Blick vom Schloss Neuenburg
auf Freyburg und das Tal der Unstrut
Hinter dicken Mauern
Über der Stadt Freyburg befindet sich das Schloss Neuenburg. Es war Sitz der Landgrafen von Thüringen, das älteste erhaltene Mauerwerk stammt aus dem 11. Jahrhundert. Um 1224 / 25 hielt sich hier laut alten Urkunden die heilige Elisabeth auf, die sich um Kranke und Waisen kümmerte. Das Schloss beherbergt eine Dauerausstellung zu den Themen Burgenbau, Herrschaftsgeschichte, Wohnkultur, Christentum sowie Ausgrabungen und Objekte vergangener Jahrhunderte. Darüber hinaus laden die historischen Räume wie auch die Doppelkapelle zu einer Besichtigung ein. Im Weinmuseum widmet man sich dagegen der ganzen Geschichte des Anbaus in der Region und der Verwendung des edlen Getränks.
Der Dicke Wilhelm
Nicht zuletzt kann auch der Bergfried "Dicker Wilhelm" von Besuchern begangen werden. Er wurde in den 80er Jahren saniert und bietet seitdem Raum für Ausstellungen, die sich unter anderem mit dem Turm und seinem Umfeld befassen. Von der Aussichtsplattform lässt sich ein lohnender Blick auf Freyburg und Umgebung genießen.

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