Suchfeld

Leipziger Neue Oper

Die bekannte Kulturstätte wurde 1956 bis 1960 an Stelle eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerbaus errichtet.

Grab von John Motherby in Leipzig

John Motherby war der Sohn von dem aus England stammenden Robert Motherby und seiner Ehefrau Charlotte Toussaint in Königsberg.

Sein Vater Robert wurde 1736 in Kingston upon Hull geboren und kam als junger Mann nach Königsberg. Er gründete die Handelscompanie Green & Motherby und gehörte zum Freundeskreis Immanuel Kants. Seine Mutter war die Tochter von Jean Claude Toussaint aus Magdeburg und der Königsbergerin Catharine Fraissinet.
 

John Motherby wurde am 16. September 1784 in Königsberg geboren. Er nahm als Hauptmann im Königlich Ostpreussischen Königsberger Landwehrbataillon an der Völkerschlacht teil und fiel am 19. September 1813 im Alter von 29 Jahren vor den Toren der Stadt. 1870 wurde seinem Grab ein Denkmal in Form eines Eisernen Kreuzes gewidmet.

Der originale Standort des Grabes ist heute vom Grassimuseum überbaut. Der Grabstein wurde zu dessen Entstehungszeit in einen anderen Teil des Alten Johannisfriedhofs umgesetzt.
Zu seinem Andenken schrieb der ostpreußische Dichter Max von Schenkendorf (geb. 1783 in Tilsit, gest. 1817 in Koblenz) ein Trauergedicht.

Erschienen ist es unter anderem in:

Max von Schenkendorf
Mit einem Lebensabriß und Erläuterungen
Herausgegeben von Dr. Ernst August Hagen, Professor der Universität zu Königsberg
Stuttgart, Verlag und Buchdruckerei der J. G. Cotta` schen Buchhandlung 1862



Ach! es ist ein Mann gesunken,
Einer aus der Treuen Schar,
Den mit hellen Himmelsfunken
Jüngst entzündet dieses Jahr.

Wie ein Held auf einem Schilde
Liegt er hier an Leipzigs Tor
Auf dem deutschen Lustgefilde,
Das zur Wahl statt Gott erkor.

Sollen wir so bald Dich missen?
Hauptmann, Deine Compagnie
Will von keinem andern wissen,
Und vergisst Dich nun und nie.

Vaterhaus und Vatersitte
Und die Freiheit war Dir wert,
Also hat ein freier Brite,
Hat Dein Vater Dich gelehrt.

Und die Kraft war Dir gewachsen
In der Freiheit Morgenrot,
In dem schönen Lande Sachsen
Lohnte Dich der Freiheitstod.

Wandeln wird die Heldenkunde
Nach der mütterlichen Stadt,
Die mit Gott und Recht im Bunde
Unsre Schar gerüstet hat.

Hier im deutschen Boden senken
Neben Gellert wir Dich ein;
Möchte Gott uns allen schenken,
Deines Todes wert zu sein.

Siedlung aus der Zeit um 5500 v. Chr. bei Neukieritzsch

Die Siedlung aus der Jungsteinzeit befand sich zwischen Groitzsch und Neukieritzsch an der B 176. Sie war Teil einer dicht besiedelten Landschaft im westsächsischen Raum. Die Menschen lebten nicht mehr als Jäger und Sammler, sondern hatten feste Behausungen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Übliche Getreidesorten dieser Gegend waren z. B. Einkorn und Emmer.

Zu großem Bedauern lag die Siedlung auf dem Abbaufeld Peres des Tagebaus Schleenhain. Nachdem Archäologen sie untersucht hatten, wurde sie durch die Schaufelradbagger zerstört.

Zum Tag des offenen Denkmals im September 2013 gab es die Möglichkeit, die Ausgrabungsstelle zu besichtigen.

Dazu fanden auch mehrere Führungen statt, wo den Besuchern das Gelände und die gemachten Funde erklärt wurden.

Die Funde stammen alle von der Grabungsstelle. Sie sind dem Übergang von der Jungsteinzeit zur Bandkeramik zuzuordnen. Dieser ging um 5500 v. Chr. vonstatten. Eine Annahme ist, dass die Kunst der Keramikherstellung durch ein hochentwickeltes Volk mitgebracht wurde, das in dieser Zeit nach Europa einwanderte.

Jungsteinzeitliche Werkzeuge

Bandkeramische Funde beweisen, dass unsere Gegend um Leipzig schon früh besiedelt war, und dass die Menschen bei der Gestaltung ihrer Töpferwaren sehr kreativ waren. Tatsächlich wurden überall in der Umgebung ähnliche Funde gemacht, zum Beispiel in Eythra, Zwenkau, Markkleeberg und Groitzsch. Das rund 7000 Jahre alte Sonnenobservatorium in Goseck lässt eine frühzeitliche Intelligenz vermuten, deren Hintergründe bislang noch wenig erforscht sind. Vermutlich standen die hier siedelnden Stämme in enger Verbindung zusammen und betrieben Handel über größere Distanzen.

Die Bandkeramiker hatten einen religiösen Glauben und pflegten rituale Bestattungsformen. Aufgrund fehlender schriftlicher Überlieferungen, können wir nur wenig Aussagen über diesen Glauben treffen. Wir wissen nicht, wie die Verstorbenen bestattet wurden, als es noch keine keramischen Urnen gab. Sicher ist, dass der Beginn des Neolithikums eine große Menge neuer Errungenschaften nach sich zog. In dieser Zeit entstand die Siedlung bei Neukieritzsch. Es ist davon auszugehen, dass damit Fertigkeiten zu uns kamen, die West- und Nordeuropa auf Jahrtausende hinaus prägten.

Verzierte Bandkeramik

Schließlich wurden auf dem Gelände noch zwei steinzeitliche Brunnen entdeckt. Sie waren tief in die Erde eingelassen und mit Holz verkleidet. Beide wurden sorgsam ausgegraben und zu Untersuchungen in eine Halle nahe Großstolpen transportiert. In einem der Brunnen fand man das Skelett eines Rehkitzes, das wahrscheinlich aus Unachtsamkeit hineingefallen ist.

 Im Jahr 2017 deutet nichts mehr auf die Siedlung hin.

Sommer im Botanischen Garten Leipzig

Der Sommer schreitet voran, und mit ihm das Wachstum der Pflanzenwelt.

 Es grünt und blüht, ob auf den Beeten vor dem Gewächshaus...

...oder im Garten dahinter.

Die Natur zeigt ihre schönsten Farben.

  Und weil man sich nie sattsehen kann, kommt ständig etwas Neues dazu.

Pfauenauge

Bienen beim Honigsammeln

Ein Spatz hat Gefallen an einer Palme gefunden.

 Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Echinocactus grusonii (Kugelkaktus)

Frühlingsbeginn im Botanischen Garten Leipzig

Die Tage werden länger, und die Pflanzenwelt freut sich darüber.

In voller Blüte steht dieser Baum...

...während es die Magnolie noch ein wenig schwer hat.

Sichtbar wohl fühlen sich die Wiesenblumen...

...und auch der Rhododendron wonnt sich unter strahlender Sonne. 

Jetzt kommen seine Knospen zur vollen Entfaltung.

Die Hummeln fliegen auf den süßen Saft...

...und der Rabe pickt das auf, was die Besucher übriglassen.

Beliebte Beiträge